03.04.2014

Zahlen und Fakten

Von: Johanna Drescher

An dieser Stelle schildern wir zuerst unsere Themen und Erfolge. Im unteren Teil finden Sie die Geschichte des ADFC Hamburg nach Jahren aufgeschlüsselt.

Auf Bundesebene hat der ADFC im Rahmen der StVO-Novelle von 1998 erhebliche Verbesserungen für den Radverkehr festschreiben können. Besonders wichtig: Viele Einbahnstraßen wurden in Gegenrichtung freigegeben und die Radwegebenutzungspflicht gelockert. Auch der Nationale Radverkehrsplan wurde erst nach unermüdlichem Einsatz des ADFC verabschiedet.

 

Mit der schwarz-grünen Landesregierung setzte sich erstmal Hamburger Regierung verbindliche Ziele zur Verbesserung des Radverkehrs. Am 11. Januar 2008 stellte Bausenator Gedaschko die Radverkehrsstrategie für Hamburg der Öffentlichkeit vor. Bis 2015 sollen 18 % der Wege in Hamburg mit dem Rad zurückgelegt werden. Das bedeutet eine Verdopplung des Radverkehrsanteils. Weitere Ziele: Größere Verkehrssicherheit, Ausbau der stadtteilübergreifenden Velorouten, Verbesserung des Fahrradklimas und eine gesicherte Finanzierung. 2010 wurden endlich erste Bausteine der Radverkehrsstrategie umgesetzt, z.B. das 1000-Bügel-Programm oder der Radfahrstreifen im Hofweg. Bis Hamburg wirklich fahrradfreundlich wird, muss aber noch viel passieren.

 

Vor einigen Jahren erreichte der ADFC Hamburg für die U- und S-Bahnen die kostenlose Fahrradmitnahme. Wünschenswert wäre es, die Sperrzeit weiter zu lockern. Durch die Fahrradmitnahme in Bussen sind Radverkehr und ÖPNV jetzt besser verknüpft. Die neuen Züge der Hamburger S-Bahn haben auf Forderung des ADFC Mehrzweckabteile erhalten.

 

Ein wichtiges Thema im ADFC Hamburg sind die Radwegschilder in Hamburg, mit denen seit dem 1. Oktober 1998 die Benutzungspflicht angezeigt wird. Die Straßenverkehrsbehörden weisen entgegen den Bestimmungen der Verwaltungsvorschrift zur StVO auch Radwege als benutzungspflichtig aus, die den Erfordernissen der Verkehrssicherheit nicht genügen. Gespräche mit der Innenbehörde haben zur Aufhebung vieler Benutzungspflichten geführt. Als keine Fortschritte mehr erzielt wurden, hat der ADFC erfolgreich geklagt. Im Herbst 2010 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt, dass Radwege nur bei erheblicher Gefährdung über das im Verkehr übliche Maß hinaus benutztungspflichtig sein dürfen – und Qualitätsstandards entsprechen müssen.

 

In Hamburg ebenfalls aktuell sind "Bettelampeln". Sie geben RadfahrerInnen und FußgängerInnen erst auf Anforderung Grün – und das selbst an Kreuzungen stark befahrener Straßen mit viel Radverkehr.

Seit über 25 Jahren ist der ADFC Hamburg in den Bereichen Fahrradtourismus, Abstellanlagen, Verkehrspolitik, Fahrradmitnahme im ÖPNV und Verbraucherberatung tätig. Dafür arbeiten über 100 ehrenamtlich aktive Vereinsmitglieder sowie ein kleines Team hauptamtlicher Mitarbeiter.

2011-2013

ADFC-Radreise von Hamburg nach St. Petersburg mit dem Reiseveranstalter „Die Landpartie Radeln und Reisen“
1.1.2011 Internetangebot wird überarbeitet und neu gestaltet
1.9.2010

Vierte Auflage des ADFC Radatlas Hamburg und des ADFC Radplan Hamburg erscheint

1.9.2010

Schutzstreifen für Radfahrer im Hofweg markiert – erster Teil von 12 km neuer Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Weitere sollen folgen.
1.8.2008 Dritte Auflage des ADFC Radatlas Hamburg
11.1.2008

Der Internetauftritt das ADFC wird grundlegend renoviert der Öffentlichkeit vorgestellt.
1.12.2007 Radverkehrs-Strategie für Hamburg ist fertiggestellt
2.5.2007 Eröffnung der neuen Geschäftsstelle in St. Georg, Koppel 34-36
2005 Dritte, überarbeitete Auflage der Regionalkarte „Hamburg und Umgebung“
1.8.2004 Zweite Auflage des ADFC Radatlas Hamburg
2003



Im Jahr 2003 bieten 66 ehrenamtliche Tourenleiter 253 Radtouren an. Die Streckenlänge beträgt 17 bis 200 km, im Durchschnitt sind die Touren 65 km lang. Die 3679 Tourenteilnehmer fahren insgesamt 213.104 km mit dem Fahrrad.
2003


"Mit dem Rad zur Arbeit" heißt die Gemeinschaftsaktion von ADFC und AOK, mit der Arbeitnehmer unterstützt werden, den Arbeitsweg per Fahrrad zurück zu legen. Im ersten Jahr nehmen mehr als 3.000 Personen teil.
4.10.2000 Einzug in die Geschäftsstelle Wandsbeker Marktstraße 18
1.6.2000

Vollständig neu bearbeitete Ausgabe der "ADFC Regionalkarte Hamburg und Umgebung"
1.4.2000 Erste Auflage des Fahrradstadtplans ADFC Radatlas Hamburg
1999 Internetangebot renoviert und ausgebaut
1999

ADFC Ostseefernfahrt (Rennradtour durch Deutschland, Dänemark, Schweden)
seit 1999 jährlich ADFC Radreise-Messe im CCH. Die Messe für alle, die sich über Fahrräder, Zubehör und Reisen informieren möchten.
1998 ADFC Radreise-Messe im Audimax
1.5.1998



Seit Mai 1998 produziert der ADFC HH alle zwei Monate eine Mitgliederzeitschrift. Aus dem "ADFC-Magazin Hamburg" wird mit der Ausgabe 3/2005 die "RadCity" (in Anlehung an die Zeitschrift des Bundesverbands "RadWelt").
1996-1997 ADFC Radreise-Messe im Amerikahaus
1995 Erstausgabe der "ADFC-Regionalkarte Hamburg und Umgebung"
1994

Das ADFC-Magazin, die halbjährlich erscheinende Mitgliederzeitschrift des Landesverbands, ersetzt die bis dahin verschickten Rundbriefe.
1993

Herausgabe der ersten Velopartner-Börse, dem RadtourenpartnerInnen-Verzeichnis für Hamburg und Umgebung (erscheint bis 2003 jährlich)
1992

Fahrradwerbekampagne (mit Unterstützung der FHH) mit dem Fahrradfest am Jungfernstieg 19.09.1992
20.3.1991 Eröffnung der größeren Geschäftsstelle in Altona, Arnoldstraße 63
1991

Gründung des Landesverbands Hamburg (Schleswig-Holstein und Niedersachsen gründen eigene Landesverbände)
17.9.1987

Gründung der ersten Stadtteilgruppe in Bergedorf (Harburg: 20.09.1988, Nord/Wandsbek 1991, Mitte 1995 etc.)
1.10.1984

Einrichtung der ersten Geschäftsstelle im Brödermannsweg 85 in Groß Borstel
28.11.1981 Gründung als Bezirksverein Nordmark

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