29.07.2012

Test: E-Werk

Von: Ulf Dietze
E-Werk von Busch und Müller
Pufferakku (links) und E-Werk

Der Rad fahrende Mensch fährt heute nicht mehr ohne Navi, Mobiltelefon, MP3-Player und Digitalkamera. Sorgen bereitet die fehlende Steckdose am Rad, denn irgendwann sind die Akkus der Geräte leer und dann ist es vorbei mit den schönen Errungenschaften. Also muss regenerative Energie her! Die für ihre Fahrradbeleuchtungssysteme bekannte Firma Busch und Müller stellte uns ein »E-Werk« zur Verfügung. Damit sollen diese Sorgen ein Ende haben.

Die Verkabelung geht flott, wobei löten wohl besser ist, als die mitgelieferten Kabelschuhe zu quetschen. Ohne geeignete Zange ist das Ergebnis suboptimal. Ein Kabel kommt zusätzlich zum Leuchtenkabel an den Nabendynamo und endet z. B. am Lenker in einer Anschlussbuchse. Entweder lässt sich hier nun das E-Werk ankoppeln oder zunächst ein Pufferakku zwischenschalten. Der gewährleistet eine vom Fahrtempo unabhängige und kontinuierliche Versorgung fürs Endgerät. Alle Kabel enden als praktische Steckverbindung und sind gegen Wasser geschützt.

Der Hersteller gibt an, dass schon ab etwa 8 km/h geladen wird, bei etwa 15 km/h ginge das Laden so schnell wie am Standardladegerät. Ausgangs-Spannung und -Strom sind einstellbar. Im Lieferumfang sind Adapter für die unterschiedlichsten USB-Anschlüsse enthalten sowie Anschlussmaterial für SON- und Shimano-Nabendynamo. Es liegt auch Kabel zum Selbstkonfigurieren bei.

E-Werk und Pufferakku lassen sich mit Gummiringen am Rahmen befestigen, fahren aber in unserem Test in der Lenkertasche mit. Dort gucken zwei Kabel heraus: Eines für den Anschluss in Richtung Nabendynamo. Das andere versorgt Navi oder MP3-Player.

Das Anschließen dauert nur Sekunden. Die Technik funktioniert bei jedem Wetter einwandfrei. Es ist angenehm, immer sicher sein zu können, dass der Strom zum Betrieb des angeschlossenen Geräts nicht ausgehen wird. Wer Endgeräte mit auf Reisen nimmt, die unterschiedliche Stromstärken und Spannungen zum Aufladen benötigen, darf das Umstellen am E-Werk nicht vergessen und sollte sich schon vor der Reise die nötigen Werten notieren.

Unpraktisch erscheinen das Plastikschlüsselchen, mit dem Spannung und Stromstärke verstellt werden (es ruft: »Verlier mich!«) sowie die sehr klein geratenen Einstellrädchen am E-Werk. Auch die leicht zu verlierenden Gummikappen, die am Anschlusskabel als Regenschutz dienen, wenn kein Gerät dranhängt, wirken angesichts des Gerätepreises redesignfähig.

Ulf Dietze in RadCity 4/2012

Preis (UVP): E-Werk: 147 Euro
Pufferakku 73,90 Euro
www.bumm.de