20.11.2011

Test: Philips SafeRide LED RearLight LumiRing

Von: Ulf Dietze
Neues Rücklicht von Philips; für ca. 30 Euro im Handel.

Philips präsentierte auf der Eurobike ein neues LED-Rücklicht mit Standlicht und stellte uns ein Exemplar zum Test zur Verfügung. Die ca. 30 Euro teure Leuchte ist klein und flach und hat ein klares Design. Sechs Hochleistungs-LEDs verteilen das Licht zu einem Ring. Der Abstrahlwinkel beträgt rund 320 Grad, was eine gute Erkennbarkeit garantiert.

Das Standlicht leuchtet nach dem Stopp noch bis zu vier Minuten.
Auch von schräg vorne ist das Licht noch gut erkennbar – man kann sich leicht vorstellen, wie wichtig das gerade im Stadtverkehr ist.

Das Fazit nach einem Monat Alltagseinsatz: Die Leuchte ist hell und zuverlässig. Der Lichtring ist im Straßenverkehr gut erkennbar – deutlich besser, als so manche andere LED-Rückleuchte. Jedoch erntet man damit auch Kommentare wie: »Ich finde ja solche Weihnachtsbeleuchtung am Fahrrad doof!«

Als nicht zuende gedacht erweist sich die Befestigung. Zwei Gewindeschrauben halten die Leuchte zwar sowohl an Gepäckträgern mit 50 mm Lochabstand als auch an solchen mit 80 mm Lochabstand. Aber die Schrauben liegen lose bei und müssen von hinten ins Rücklichtgehäuse eingesteckt und dann seitlich verschoben werden. Das ist bei der Enge, die beim Gepäckträger gerne herrscht, eine ziemliche Fummelei. Die Schraubenköpfe sind sehr flach. Normale Köpfe passen nicht ins Gehäuse. Man sollte also niemals eine der Schrauben verlegen, wenn man die Lampe noch an einem anderen Rad verwenden möchte.

Ebenfalls ungünstig ist die Aufnahme der Kabel genau mittig unter der Leuchte. Liebe Philips-Leute: Dort ist das Schutzblech am dichtesten an der Gehäuseunterkante dran. Und da soll man einen Schieber auch noch Richtung Rad würgen und die Kabel einführen. Nein, Kabelanschlüsse wären etwas seitlich versetzt deutlich angenehmer zu handhaben.

Insgesamt also ein Fahrradzubehör in klarem Design, mit schwer zu merkendem Namen und guter Funktion mit etwas Verbesserungspotenzial bei der Installation.

Ulf Dietze in RadCity 6/2011