16.05.2015

Rund um Fehmarn

Von: Wolfgang Henn

Es ist 5 Uhr am Sonntagmorgen und mein Wecker reißt mich aus dem Schlaf. Meine erste Radtour mit dem ADFC soll heute auf Fehmarn stattfinden. Schnell noch gefrühstückt und los geht’s.

Es ist 5 Uhr am Sonntagmorgen und mein Wecker reißt mich aus dem Schlaf. Meine erste Radtour mit dem ADFC soll heute auf Fehmarn stattfinden. Schnell noch gefrühstückt und los geht’s.

Gespannt treffe ich am Sammelpunkt Hauptbahnhof/Kirchenallee ein. Nach und nach kommen die Mitstreiter. Die Tour startet mit 18 Leuten. Telefonisch hatte ich mich beim Tourenleiter Reimer Mohr angemeldet. Wir tragen unsere Räder hinunter auf den Bahnsteig und in den Zug. Abfahrt ist um 8.33 Uhr, der Zug ist pünktlich.

Viele der Teilnehmer kennen sich durch gemeinsame Touren. Während der Zugfahrt von zweieinhalb Stunden Dauer gibt es lebhafte Gespräche.

In Puttgarden angekommen hält Reimer noch eine kurze Ansprache, bevor es dann endlich auf die Räder geht. Die Radtour begleite ich auch als Fotograf für die ADFC-RadCity. Die Lichtverhältnisse sind zu Anfang sehr ungünstig (Sonne im Rücken) deshalb entscheide ich mich, am Schluss des Feldes zu fahren (nicht sehr schlau, wie sich später herausstellt). Gegenwind war angekündigt und er schien auch schon auf uns gewartet zu haben.

Zügig geht es voran, die Radtour ist mit 2 Sternen ausgeschrieben (schnelle Tour). Schon bald merke ich aber dass fürs Fotografieren viel mehr Zeit erforderlich wäre. Gegenwind und immer wieder die Versuche aufzuschließen kosten mich viel Kraft. Vielen Dank an die gesamte Gruppe, dass sie das eine und andere Mal auf den »rasenden Bildreporter« gewartet hat. Dann trifft es einen der Mitfahrer: Plattfuß am Hinterreifen. Nach kurzer Flickzeit schließen er und ein weiteres Mitglied über eine Abkürzung wieder zur Gruppe auf.
In Petersdorf legen wir bei der Kirche einen kurzen Stopp ein. Hier stärkt sich jeder mit Getränken und Essen aus dem eigenen Vorrat.

Der Untergrund unserer Strecke ist sehr unterschiedlich. Es beginnt auf der Asphaltstraße und es folgen verschiedene Sandböden. Die Landschaft, wie bei uns im Norden nicht anders zu erwarten, bietet viel flaches Land mit kleinen bewaldeten Wegen.

Mittagessen gibt es in Flügge am Leuchtturm. Zur Auswahl stehen Fischbrötchen oder Apfelkuchen mit Sahne. Dazu wahlweise Bier oder Kaffee. Satt und zufrieden geht es weiter in Richtung Fehmarnsundbrücke. Hier teilt sich dann die Gruppe, ein Teil fährt nach Puttgarden und der andere nach Burg. Im Zug treffen sich beide Gruppen zur Heimfahrt wieder.

Fazit: sportlich gesehen war dies eine sehr schöne Tour. Da ich gern meine Hobbys Radfahren und Fotografieren verbinde, war es für mich allerdings mitunter etwas schwierig. Der Teamgeist der Gruppe hat mir sehr gut gefallen. Mit dieser Gruppe jederzeit wieder.

Wolfgang Henn in RadCity 3/2015