Sternfahrt 2013

Von: Online-Redaktion

Die heutige Sternfahrt zeigte es einmal mehr: Menschen aller Altersgruppen können und wollen Fahrrad fahren. Man gebe ihnen nur die Möglichkeiten!

Bei sonnigem Wetter nahmen rund 12.000 Radfahrerinnen und Radfahrer an der Sternfahrt teil. Alle vier Hauptrouten führten durch die Mönckebergstraße. »Durch den verkaufsoffenen Sonntag war der bunt gemischte Demonstrationszug diesmal für die Hamburger und Hamburgerinnen besonders gut sichtbar«, meint Mitorganisator Uwe Jancke vom ADFC.

Kundgebung

Bei der Abschlusskundgebung sprachen Susanne Elfferding (ADFC) und Alexander Porschke (NABU) einige Worte zur Verkehrs- und Umweltpolitik der Stadt. Anschließend stellten sich Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft der Diskussion: Lars Pochnicht (Mitglied im Fahrradforum/Radverkehrsbeauftragter der SPD-Fraktion), Dr. Wieland Schinnenburg (Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft, Sprecher der FDP-Fraktion für Wissenschaft, Gesundheit, Verkehr), Heike Sudmann (Fraktion Die Linke), Dr. Till Steffen (Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion).

Dr. Schinnenburg sprach sich unter anderem für eine bessere Verknüpfung der Verkehrsträger aus, für den Ausbau von Velorouten und gegen die Annahme, man könne alle Autos komplett aus der Stadt verdrängen – ein Gedanke, den allerdings zuvor auch keiner der Anwesenden vorgebracht hatte.

In ihrem Statement forderte Susanne Elfferding:

  • Politik und Verwaltung müssen das Radfahren als Verkehrsträger ernst nehmen. Das bedeutet auch, die erforderliche personelle Ausstattung in der Verwaltung zu schaffen.
  • Radverkehrsstrategie konsequent umsetzen und mit konkreten, messbaren Zielen fortschreiben.
  • Fußverkehr und Radverkehr müssen die ihnen zustehenden Flächen bekommen, für eine lebenswerte und attraktive Stadt.
  • Die Mobilitätsplanung muss die Bedürfnisse der Bürger berücksichtigen, die sich schon jetzt für nachhaltige Mobilität entscheiden. Eine Kampagne zur gegenseitigen Rücksichtnahme und zum Umsteigen auf nachhaltige Verkehrsmittel ist notwendig.
  • Zügige und komfortable Radverkehrsverbindungen in der Stadt und bessere Möglichkeiten Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel zu verknüpfen.

Letzlich warten die Radfahrenden darauf, dass aus all' den schönen Versprechen konkrete Handlungen werden. Alles andere hat wenig Wert.

Einige Bilder von unterschiedlichen Strecken und FotografInnen: