16.02.2011

Umweltverbände veranstalten thematische Radtouren

Von: Susanne Elfferding
Alexander Porschke erläutert auf der UHU-Tour am ehemaligen Boehringer-Gelände die Bodenbelastung

Viele haben es sicher schon gehört: Hamburg ist die Europäische Umwelthauptstadt 2011. Der Titel wird von der Europäischen Kommission vergeben und ist nicht nur eine Anerkennung für bisherige Erfolge, sondern soll weitere Bemühungen für eine nachhaltige Entwicklung unterstützen und den Austausch zwischen den Staaten Europas fördern.

Das sind wichtige Ziele, die auch der ADFC verfolgt. Umso wichtiger ist es für uns immer wieder nachzuhaken und darauf zu achten, dass die Energie, die durch diesen Titel gewonnen werden kann, nicht sinnlos verraucht und eine Radverkehrsentwicklung zu unterstützen und einzufordern, die einer internationalen Umwelthauptstadt würdig ist. Dazu zählt auch eine zügige Umsetzung der Hamburger Radverkehrsstrategie.

Die Initiative

Um unserer Stimme Nachdruck zu verleihen und statt einfachem Green-Washing, das nur die Schokolandenseiten betont und Probleme unter den Teppich kehrt, wirklich etwas zu erreichen, beteiligt sich der ADFC an der »Umwelthauptstadt Hamburg Umweltverbände-Initiative«. Sie wurde im September 2009 von NABU, ADFC, Botanischem Verein, Naturwacht und der Gesellschaft für ökologische Planung e. V. (GÖP) gegründet, inzwischen ist mit dem VCD ein weiterer verkehrspolitischer Verein vertreten.

Jeder Verein der Initiative erstellt einen Flyer mit Positionen und Forderungen an die Stadt, und gemeinsam wird eine Ausstellung gestaltet, die zum ökologischen Handeln anregen soll. Bisher wurden Flyer zu den Themen Radverkehr, Vogelschutz, gesetzlich geschützte Biotope, Pflege von Naturschutzgebieten und Initiativen-Forderungen allgemein gedruckt und auf Pressekonferenzen vor Ort der Öffentlichkeit vorgestellt. Außerdem bieten die Verbände gemeinsame Radtouren an.

Die Radtouren

Auf den Touren, die wir gemeinsam mit anderen Verbänden der Umwelthauptstadt-Initiative anbieten, werden neben radverkehrspolitischen Themen auch Themen aus dem Naturschutz angesprochen.

Viel erreicht aber noch mehr zu tun

Diese Tour startet an der ehemalige Umweltbehörde in Rothenburgsort und führt über Tiefstack und Kaltehofe zur Hafencity. Sie vermittelt Einblicke in Altlastensanierung, Naturschutz, Stadtentwicklung und Verkehrsplanung.

Zwischen Park-, Kultur- und Urlandschaft

Diese gemeinsam mit der GÖP angebotene Radtour, führt vom Wilhelmsburger Rathaus zum Elbe-Tiedeauenzentrum Bunthaus. Sie Tour bietet einen interessanten Einblick in die nur noch im Hamburger Großraum existierenden Süßwasser-Tiedeauen.