03.08.2011

Wer umsteigt, gewinnt

Von: Johanna Drescher

Abschalten vom Büro, Erreichen der Ideal-Figur oder einfach Lust auf Frische Luft - warum steigen Sie vom Auto aufs Fahrrad oder "die Öffentlichen" um? Lassen Sie Hamburg an Ihren persönlichen Erfahrungen teilhaben. Gewinnen Sie und motivieren Sie andere ebenfalls umzusteigen!

Schicken Sie uns ein kurzes Statement zur Ihrem persönlichen Umstieg und ein Foto. Die  schönsten Beiträge werden an dieser Stelle veröffentlicht. Natürlich haben alle Teilnehmer die Chance zu gewinnen. Mitmachen können alle, die während der Aktionswochen der Umwelthauptstadt-Kampagne "Umsteigen - ohne Trennungsschmerz" vom 26. September bis 9. Oktober vom Auto auf klimafreundliche Verkehrsmittel wechseln - egal ob für einen Tag, zwei Wochen oder für die Zukunft.

Hier können Sie teilnehmen!

Das gibt es zu gewinnen:

 

Die Statements

Jutta Priebe "Mit dem Fahrrad bin ich seit vielen Jahren eigentlich nur in der Freizeit gefahren. Zu groß war die Verlockung, letztlich doch das Auto oder die öffentlichen Verkehrsmitteln zu nutzen. In den Sommermonaten stieg ich bei gutem Wetter aber immer mal wieder aufs Rad um. Nach jeder Fahrt hatte ich hinterher  das Gefühl, erfrischter und angeregter an meinem Zielort angekommen zu sein und auch abends noch fitter und frischer zu sein. Einkäufe oder andere Erledigungen ließen sich ebenfalls gut mit dem Rad bewältigen, besonders mit Gepäcktaschen geht das wunderbar. Als dann vergangenes Jahr das Auto wegen einer Reparatur länger ausfiel und bei U-Bahn-Linien ganze Strecken wegen Umbaus gesperrt waren, wurde der Drahtesel wieder hervor geholt - und er blieb letztlich wochenlang im Einsatz. Im Frühjahr kam er dann ebenfalls wieder nach draußen und wurde trotz des lauen Sommers regelmäßig genutzt.
Hoffentlich werden mit der Kampagne noch viele andere Fahrradfreunde erreicht, damit auch der Ausbau der Fahrradwege eine immer bessere Grundlage bekommt."

Volker Naumann: "Das Hauptargument für mich für den immer öfter von mir praktizierten Umstieg vom Auto auf's Rad ist der enorme Zeitvorteil im Berufsverkehr. Bis vor kurzem habe ich noch östlich der Alster gewohnt und musste zu meiner Arbeitsstelle 9km quer durch die Stadt nach Altona fahren. Im Berufsverkehr bedeutete dies mit dem Auto eine Fahrzeit von ca. 1 Stunde inkl. Parkplatzsuche. Mit dem Fahrrad konnte ich - trotz regelkonformen Fahrens - die gleiche Strecke in ca. 35 Minuten zurücklegen. Diese Zeit war nicht mal mit dem ÖPNV zu unterbieten, auf den ich leider bei Regenwetter ebenfalls ausgewichen bin. Zudem bietet das radeln unbestitten einen gesundheitlichen Aspekt und einen guten Ausgleich und frische Luft nach einem langen Bürotag. Man muss nur Wege abseits der großen Hauptverkehrsstraßen verwenden ... Es ist alles "nur" eine Sache den inneren "Schweinehund" zu überwinden um sich ein Stück Lebensqualität (Zeit, Gesundheit, Ausgleich zum Job, ...) zurückzuholen. Also Leute,packt's an!"

Kerstin Bockhorn: "Eigentlich bin ich schon eine jahrelange Radlerin und bin auch schon seit Jahren froh, dass ich kein Auto habe. Das Fahrrad ist einfach das schnellste und flexibelste Verkehrsmittel in der Stadt! Ich kann losfahren wann und wo ich will und finde (fast) überall sofort einen Parkplatz. (Es könnte gern noch viel mehr Fahrradabstellmöglichkeiten geben). Ich freue mich jeden Tag, wenn ich an den langen Autoschlangen vorbeiradle und viel schneller an mein Ziel komme. Außerdem habe ich so auch gleich ein bisschen Bewegung was bei im Auto/in der Bahn sitzend im Büro sitzend und dann wieder auf dem Heimweg im Auto/in der Bahn sitzend nicht hätte. Auch das Wetter hält mich nicht ab vom Radln, Regenzeug habe ich für alle Fälle immer dabei und bei Schnee gehe ich auch gern zu Fuß. Es ist unglaublich, wie viel sich auf einem Fahrrad auch transportieren lässt, das glauben einem viele kaum und die praktische Ortliebtasche wäre dabei natürlich eine gute Hilfe!"

"Ich, Jörn Schumann, fahre seit drei Jahren mit dem Rad zur Arbeit. In diesem Jahr habe ich alle Rekorde gebrochen. Heute (Mo. 26.09.2011 ist mein 101. Tag das heißt für mich 3.030 km bin ich anstatt mit dem Auto/HVV mit dem Rennrad zur Arbeit. Dabei habe ich über das Jahr hinweg 8 kg Gewicht verlohren, welches sich aber vom Oktober bis März wieder ansammeln könnte (die ganzen Leckereien...). Das ist einer meiner ganz persönlicher Rekorde und das motiviert mich einfach.
Es ist toll, dass man in Hamburg so gut mit dem Rad klar kommt, auch ein Lob an die Stadtreinigung, die ich sehr häufig sehe und die mir sehr häufig die Straße wieder räumt. Ich fahre KEINE Radwege, ich fahre dem ADFC-Artikel folgend NUR auf der Straße. Ich empfand daher Ihren Artikel "Ab auf die Straße" sehr passend, da ich mich auf der Straße sicherer fühle als auf dem Radweg. Auch wenn die neuen Radwege 15x15 Steine sehr gut zu befahren sind.
Leider sind in Hamburg gerade die jungen Autofahrer sehr "Radfahrer unfreundlich" und ich erlebe es 1x in der Woche, mit einem Abstand von 20cm überholt zu werden. Was sich auch der ein oder andere HVV-Busfahrer erlaubt (kopfschüttel). Es lohnt jedoch nicht, mit solchen Menschen zu sprechen... die haben Ihre ganz eigene Ansicht der Dinge..."

Katharina Bock steigt aufs Rad, "...weil Radfahren im Sonnenuntergang einfach schön ist!"
Das Bild entstand im Urlaub 2010.


"Wer umsteigt, gewinnt" ist eine gemeinsame eine Aktion von Verbraucherzentrale und ADFC im Rahmen der Umwelthauptstadt-Kampagne "Umsteigen - ohne Trennungschmerz" für eine umweltfreundliche Mobilität. Außerdem gibt es eine gemeinsame Fahrradsprechstunde. Der ADFC bietet zusätzlich das Training "Sicher Rad fahren in der Großstadt" an.