Pressemitteilung
12.01.2007

ADFC befürwortet Kommunaltrasse für Frohmestraße

Gewinn für Fußgänger, Radfahrer, HVV-Fahrgäste, Anwohner und Geschäftsleute: ADFC befürwortet Kommunaltrasse für Schnelsens Einkaufsstraße.

Die Frohmestraße, Schnelsens Einkaufsstraße, leidet im Abschnitt zwischen Oldesloer Straße und Wählingsallee unter dem Verkehr. Stefan Warda, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Hamburg: »Derzeit müssen sich Radfahrer und Fußgänger in dieser Geschäftsstraße Gehwege von teilweise nur einem Meter Breite teilen. Das ist besonders gefährlich und behindert zudem Radfahrer und Fußgänger. Zukünftig teilen sich Busse, Taxen, Radfahrer, Anlieger und Lieferanten die Fahrgasse, während Fußgänger unbehelligt von Radfahrern mehr Platz auf breiteren Gehwegen bekommen.« Als Vorbild für die zukünftige Frohmestraße sieht Warda die Mönckebergstraße, die Große Bergstraße oder die aktuelle Planungsidee für die Lange Reihe.

Durch die »Mö« fährt pro Minute und Richtung ein HVV-Bus, während Radfahrer sich die Kommunaltrasse mit den Bussen problemlos teilen. In der Frohmestraße fährt in der Hauptverkehrszeit alle 2 Minuten in jeder Richtung ein Bus. Warda sieht daher die Notwendigkeit, in der Frohmestraße den Busverkehr mehr als bisher zu berücksichtigen, ohne allerdings den Rad- und Fußgängerverkehr zu vernachlässigen. Warda: »Busse und Radfahrer müssen zügig durch die Frohmestraße kommen, die Gehwege sollen aber ausreichend Platz bieten zum Verweilen, Flanieren, Einkaufen und Begegnen.«

Warda orientiert sich mit seiner Idee am Konzept »Shared Space«, nach dessen Leitbild mit Fördermitteln der EU in Bohmte in Niedersachsen die Durchgangsstraße umgebaut wird. Warda: »Der öffentliche Raum wurde über Jahrzehnte lediglich als Verkehrsraum angesehen. Mit dem Konzept "Shared Space" soll der öffentliche Raum stärker nach menschlichem Maßstab gestaltet werden. In der Frohmestraße sollte wie in der Mö trotz zahlreicher Busse den Einkäufern das Überqueren der Straße von Geschäft zu Geschäft erleichtert werden. Aber auch an den Bushaltestellen brauchen Fußgänger mehr Platz als bisher.«