Pressemitteilung
01.04.2012

ADFC begrüßt Ankündigung des Senats, das Busbeschleunigungsprogramm zu stoppen

erstellt von Johanna Drescher

Das Fahrrad gewinnt gegen die Busbeschleunigung

„Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“: Nach Informationen des ADFC wird Hamburgs Wirtschaftssenator Horch morgen auf einer Pressekonferenz bekannt geben, dass sämtliche Investitionen in das Hamburger Busbeschleunigungsprogramm mit Wirkung zum 01.04.2012 gestoppt werden. Die frei werdenden Mittel sollen stattdessen in die Radverkehrsförderung fließen.

 

Nachdem renommierte Verkehrsexperten die Zweckmäßigkeit der 260 Millionen Euro teuren Maßnahmen zur Beschleunigung des Busverkehrs in Zweifel gezogen hatten, zieht Senator Horch nun die Notbremse. Wie der ADFC Hamburg vorab erfahren hat, sollen die geplanten Mittel stattdessen in die beschleunigte Umsetzung der „Radverkehrsstrategie für Hamburg“ fließen.

Die Radverkehrsstrategie sieht bis 2015 eine Erhöhung des Radverkehrsanteils auf 18% vor. Durch die forcierte Umsetzung der Radverkehrsstrategie und die damit einhergehende Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrende wird nun bis zum Jahr 2015 sogar eine Erhöhung des Radverkehrsanteils auf 20% prognostiziert. „Das ist ein guter Tag für Hamburg“, freut sich Dirk Lau, stellvertretender Vorsitzender des ADFC Hamburg. Der Radclub hatte immer wieder kritisiert, dass die Bemühungen zur Förderung des Radverkerhs nicht ausreichen. Zuletzt kritisierte der Verein, dass es nicht ausreiche, den verkehrspolitischen Fokus nur auf Maßnahmen wie die Busbeschleunigung zu verengen.

Ebenfalls geplant sind grüne Wellen für Radfahrer, die noch dieses Jahr probeweise auf den viel befahrenen Alltagsrouten 2 und 3 eingeführt werden sollen. Wenn sich durch diese Maßnahme die Zahl der Radfahrenden steigern lässt, sollen auch die anderen Alltagsrouten in den Genuss einer für Radfahrer optimierten Ampelschaltung kommen.

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