Verkehr
08.12.2015

ADFC begrüßt Umbau des Klostersterns

erstellt von ADFC Hamburg

Am 1. Dezember präsentierte Hamburgs Verkehrsbehörde ihre Detailplanung für den Umbau des Klostersterns in Eppendorf auf einer öffentlichen Veranstaltung. Geplant ist neben dem barrierefreien Ausbau der U-Bahnhaltestelle Klosterstern auch der Umbau des Kreisverkehrs.

Im Kreisinneren sollen zum besseren Schutz der dort stehenden Bäume die Parkplätze neu sortiert werden. Auch der Radverkehr im Klosterstern soll neu geführt werden. Bislang stellt die Straße einen der großen Unfallschwerpunkte in Hamburg dar: Drei der sechs Abzweigungen des Kreisverkehrs gehören zu den Kreuzungen in Hamburg mit den meisten Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt sind. Der ADFC Hamburg begrüßt daher die Umbaumaßnahmen der Stadt ausdrücklich, weil sie die Verkehrssicherheit erhöhen.

Radfahrende sollen künftig nicht mehr auf einem Radweg neben dem Bürgersteig geführt werden, sondern direkt im Sichtfeld der AutofahrerInnen auf der Fahrbahn im Kreisverkehr. Für den Autoverkehr bleibt eine Fahrspur mit einer Breite von rund 5,50 m bestehen. Der Radverkehr erhält eine eigene, 2,60 m breite Spur, die drei Zentimeter höher liegt als die Fahrspur der Autos.

Sicherer und damit besser als solche höher gesetzten Radfahrstreifen wäre nach Ansicht  des ADFC allerdings eine Führung des Radverkehrs im Mischverkehr auf der Fahrbahn, da Auto- und Radfahrer dabei hintereinander in den Klosterstern hineinfahren und auch im Kreisverkehr hintereinander bleiben.

Die jetzt geplanten Umbaumaßnahmen stellen aber auf jeden Fall eine Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation dar. Der ADFC ist der Überzeugung, dass der Klosterstern als öffentlicher Raum dadurch an Attraktivität gewinnt. Die Einrichtung des höher gesetzten Radfahrstreifens sollte jedoch nur versuchsweise erfolgen und nach einer Testphase durch ein externes Sicherheitsaudit überprüft werden.