Pressemitteilung, Verkehr
09.07.2009

ADFC Hamburg begrüßt Start des „StadtRAD“-Fahrradverleihsystems

erstellt von Dirk L.

StadtRÄDER an der Leihstation Christuskirche/Fruchtallee (Foto: Dirk Lau)

Weitere konkrete Schritte zur Umsetzung der Radverkehrsstrategie müssen jetzt folgen!

Ab Freitag, den 10. Juli 2009, startet das neue Fahrradleihsystem „StadtRAD Hamburg“: An 68 Stationen im Innenstadtbereich warten etwa 1.000 Leihräder auf Menschen, die gerade kein eigenes Rad zur Hand haben, aber dennoch clever und umweltfreundlich in Hamburg mobil sein möchten. Für Senatorin Anja Hajduk ist das Leihsystem „ein wichtiger Schritt in unserer Radfahrstrategie, mit der wir den Anteil des Radverkehrs im Verkehrsaufkommen auf mittlere Sicht verdoppeln wollen“. Es kann dabei „kein Ersatz für die Verbesserung der Infrastruktur“ des Radverkehrs insgesamt sein, betont sie.

Der ADFC begrüßt den – leicht verspäteten – Start des Leihsystems und erhofft sich davon eine weitere Steigerung des Radverkehrsanteils auf Hamburgs Straßen. Jede zusätzliche Fahrt mit dem Rad – ob nun auf dem eigenen oder auf einem geliehenen – verbessert das Stadtbild und -klima und fördert die verkehrspolitische Trendwende. Das StadtRAD kann für Touristen, Pendler und City-Shopper eine attraktive Alternative zur motorisierten Mobilität in Hamburg sein. Kritisch anzumerken bleibt, dass an einigen Standorten bereits vorhandene Fahrradabstellplätze (Fahrradbügel) für die StadtRAD-Leihstation geopfert wurden, etwa an den Standorten Nr. 2222 (Christuskirche/Fruchtallee) und Nr. 2535 (Kurze Mühren/Spitaler Straße). So nicht! Der für die StadtRÄDER benötigte Raum darf Hamburgs Alltagsradlern nicht weggenommen werden!

Der Einführung des Fahrradverleihsystems müssen zudem endlich weitere konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Radverkehrsstrategie folgen, fordert ADFC-Vorstand Torsten Prinzlin anlässlich des StadtRADStarts. An oberster Stelle stehen der Ausbau des Veloroutennetz, die Verbesserung des Fahrradklimas durch Öffentlichkeitsarbeit und eine Imagekampagne pro Rad sowie die Beseitigung von fahrradfeindlichen Ampelschaltungen und anderen Behinderungen des Radverkehrs. „Das Geld dafür ist da, jetzt braucht es nur tatkräftige Hände und den festen politischen Willen des Senats und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die Inhalte und Ziele der Radverkehrsstrategie umzusetzen“, so Prinzlin. Immerhin hat sich der schwarz-grüne Senat dazu in seinem Regierungsprogramm vom Mai 2008 verpflichtet.