Pressemitteilung, Verkehr
04.09.2015

ADFC jetzt auch in Harburg

erstellt von Stefanie Miczka, Johanna Drescher

Die Neue Straße ist eine viel genutzte Fahrrad-Verbindung in Richtung Binnenhafen und Innenstadt. Wegen des holperigen Pflasters fahren die meisten auf den Gehwegen - Konflikte mit Fußgängern und Außengastronomie sind vorprogrammiert

Fahrradclub zeigt Bezirksamtsleiter Probleme des Radverkehrs.

Seit einigen Monaten gibt es auch im südlichsten Bezirk Hamburgs eine Bezirksgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ADFC Bezirksgruppe Harburg arbeiten zu besonderen Problemstellen und setzen sich für eine fahrradfreundlichere Verkehrspolitik in ihrem Bezirk ein. Gerade in Harburg gibt es noch viel zu tun: Mit einem derzeitigen Anteil des Fahrradverkehrs von ca. 5% ist der Bezirk absolutes Schlusslicht in Hamburg.

Das erste große Vorhaben der ADFC Bezirksgruppe Harburg ist eine verkehrspolitische Radtour. Am 17. September werden die ADFCler einigen Harburger Politiker/innen konkrete Problemstellen zeigen und Lösungsvorschläge unterbreiten. Mit dabei werden u.a. sein: Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und Frank Wiesner (Agenda 21 Verkehrs-AG).

Als Ursache für den geringen Anteil des Fahrradverkehrs können in Harburg zahlreiche Probleme benannt werden: Zum einen bieten vierspurige Hauptverkehrsstraßen wie beispielsweise die Winsener Straße auf einigen Abschnitten keinerlei Infrastruktur für Radfahrer/innen, so dass viele aus Angst vor der Gefährdungslage den Fußweg benutzen und dadurch wiederum regelmäßig in Konflikte mit Fußgängern geraten. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, setzt sich der ADFC auch in Harburg für mehr Tempo 30 ein. Ein weiteres Problem ist, dass zahlreiche Verkehrswege im innerstädtischen Bereich, die oft von Radfahrer/innen genutzt werden, mit Kopfsteinpflaster belegt sind, so dass ein halbwegs komfortables, sicheres und zügiges Vorankommen nicht möglich ist, mit der Folge, dass Radfahrer/innen auch hier auf den Fußweg ausweichen. Weitere Beispiele: Regelmäßig führen benutzungspflichtige Radwege mitten durch Bushaltestellen. Viele Radwege sind als gemeinsamer Geh- und Radweg angelegt, ohne dass ihre Breite und ihr Zustand den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Diese Wegführung führt zwangsläufig zu Konflikten zwischen Fahrrad- und Fußgängerverkehr und macht ein zügiges Vorankommen für Radfahrer/innen unmöglich.

Die Bezirksgruppe Harburg freut sich über weitere ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die sich verkehrspolitisch einbringen möchten oder auch bei Infoständen mithelfen. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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