Verkehr, Pressemitteilung
21.02.2017

ADFC plädiert für eine sachliche Diskussion beim Elberadweg

erstellt von Stefanie Miczka
Animation des Radwegs am Strand in einer Luftbildaufnahme

Entwurf Elberadweg Oevelgoenne (www.mediaserver.hamburg.de / Andreas Vallbracht, Bearbeitung: adfc hh)

Der Verkehrsausschuss Altona sprach sich gestern mehrheitlich dafür aus, die Planung für einen neuen Radweg entlang des Elbstrandes bei Övelgönne weiter voranzutreiben und nun Detailfragen zu klären. Der ADFC ist für eine sachliche und ruhige Diskussion, wie die Verkehrsbedingungen für den Rad- und Fußverkehr an der Elbe zu verbessern sind. Der Fahrradverband unterstützt deshalb das Vorgehen des Bezirks, Pläne zu entwickeln und zu prüfen, ob ein Radweg am Elbstrand möglich ist.

»Die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer ist an diesem Abschnitt des Elbstrands schlecht - es muss sich was ändern«, sagt Stefanie Miczka, Referentin für Verkehr des ADFC Hamburg. Um eine Lösung für die Verkehrssituation zu erreichen, sei es notwendig, verschiedene Ideen und Möglichkeiten sachlich zu diskutieren und zu prüfen. »Es ist doch keine Alternative, jegliche Veränderung auf dieser Strecke grundsätzlich abzulehnen«, so Miczka. »Bislang wurde auch nur ein Entwurf vorgelegt, der nun weiter geprüft wird.« Grundsätzlich sei es bei Veränderungen des öffentlichen Raums und der Flächenaufteilung immer eine Abwägung: Überwiegen die Vorteile der Maßnahme oder spricht zu viel dagegen - und wenn ja, was? »Dazu braucht es als Diskussionsgrundlage aber erst einmal einen Plan.«

Wie bei jedem Radverkehrsprojekt geht es auch in Övelgönne um die knappen Flächen in der Stadt. »Mal sind es Parkplätze, mal das Kopfsteinpflaster, mal die doppelten Fahrspuren für den Autoverkehr, die unbedingt erhalten bleiben sollen und verhindern, dass Hamburgs Straßen fahrradfreundlich werden«, sagt Miczka.

Der Lückenschluss des Elberadwegs würde eine deutliche Verbesserung für Spaziergänger, Jogger, Anwohner wie Radfahrer bringen und bedeutet außerdem für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer, dass auch sie den Strandabschnitt nutzen können. Durchgängige und stadtteilübergreifende Verbindungen mit guten Bedingungen für den Radverkehr seien attraktiv und wichtig, um die Menschen zum Umstieg vom Auto aufs Rad zu bewegen. »Viele Berufstätige sind auf das Fahrrad und eine attraktive, schnelle Verbindung in die Stadt angewiesen - durch die Steigung zwischen Teufelsbrück und Parkstraße sowie dem hohem Kfz-Aufkommen gerade morgens und abends fühlen sich viele Radfahrer ohne Radverkehrsanlagen auf der parallel verlaufenden Elbchaussee nicht wohl«, erklärt Miczka. Auch Radtouristen müssen bislang - wenn sie nicht auf die Elbchaussee ausweichen - die etwa 1 km lange Strecke entlang der Kapitänshäuser schieben. Durch den Lückenschluss in Övelgönne wäre der beliebte Elbe-Radfernwanderweg durchgängig befahrbar.

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