Neues im ADFC, Verkehr
16.04.2015

ADFC unterstützt Länderinitiative für Tempo 30

erstellt von ADFC Geschäftsstelle

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub unterstützt die Initiative mehrerer Landesverkehrsminister, die Anordnung von Tempo 30 zu erleichtern. Nach einem Vorstoß aus Schleswig-Holstein und Niedersachen soll künftig eine generelle Tempo-30-Vorschrift vor Schulen, Kitas, Altenheimen und Krankenhäusern gelten. Dieser Vorschlag geht dem ADFC allerdings nicht weit genug.

ADFC-Bundesvorstand Ulrich Syberg sagt: „Tempo 30 muss die Regel werden –
Ausnahmen sollten wenn überhaupt nur Hauptverkehrsstraßen sein. Niemand
fühlt sich in einer Stadt wohl, durch die der Auto- und LKW-Verkehr
braust. Die Städte können Tempo 30 bisher aber nur in Wohngebieten und an besonderen Gefahrenstellen anordnen. Diese Beschränkungen müssen
gelockert werden. Wenn eine Stadt sagt: Wir wollen weniger Lärm, mehr
Lebensqualität und mehr Sicherheit – dann soll sie es auch nach der
Straßenverkehrsordnung können.“

Das Europäische Parlament hatte sich 2011 aus Gründen der
Verkehrssicherheit für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Ortschaften
ausgesprochen. Auch der Wissenschaftliche Beirat beim
Bundesverkehrsministerium empfiehlt Tempo 30. Der Allgemeine Deutsche
Fahrradclub fordert Tempo 30 innerorts seit vielen Jahren, unter anderem
in seinem Verkehrspolitischen Programm.

Links zu Tempo 30
Verkehrspolitisches Programm des ADFC
Webdossier Tempo 30 auf adfc.de