Pressemitteilung, Verkehr
06.06.2012

ADFC vor Ort mit Diskussionen zum Radfahren in den Stadtteilen

erstellt von Johanna Drescher

Fahrradstraße Brookkehhre in Hamburg-Bergedorf: mehr davon!

Die Hamburgerinnen und Hamburger fahren gern Rad. Das zeigt sich gerade bei gutem Wetter an allen Ecken und Enden der Stadt. Deswegen fragt der ADFC im Juni und Juli vor Ort nach: Was wollen Hamburgs Radfahrer? Wie ist das Verkehrsklima in Hamburg? Was plant die Verwaltung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt von öffentlichen Podiumsdiskussionen u.a. in Bergedorf, Altona, Winterhude und Barmbek. Außerdem werden Tipps fürs Radfahren in der Stadt, auf der Straße und auf Radfahrstreifen vorgestellt.

Der Auftakt findet am Mittwoch, 13. Juni 2012, um 19 Uhr in Bergedorf statt. Im DGB-Haus in der Serrahnstraße 1 lädt der ADFC zur „öffentlichen Podiumsdiskussion: Radfahren in Bergedorf“ ein. Themen sind der Vorschlag eines Radfahrstreifens auf der Kurt-A.-Körber-Chaussee und Alltagsradler auf der Wentorfer Strasse. Auf dem Podium diskutieren: Arne Dornquast, Bezirksamtsleiter Bergedorf, Merja Spott, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Dr. Reinhold Reumann, Alltagsradler, und die Polizei Bergedorf. Die Moderation übernimmt Torsten Prinzlin.

Am Mittwoch, 4. Juli 2012, ist dann die Meinung von Altonas Radfahrern gefragt. Ab 19 Uhr wird im W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32–34, 22765 Hamburg, über das „Radfahren auf der Straße“ sowie die geplante Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht in der Holstenstraße diskutiert.

Zwei Wochen später, am 18. Juli 2012, geht es dann weiter nach Barmbek-Süd und Eilbek. Dort wird gerade die Alltagsroute 6 vom Friedrichsberger Park bis zur Uferstraße ausgebaut – eine komfortable Verbindung aus Wandsbek in die Innenstadt. An der Uferstraße haben Radfahrer ab jetzt Vorfahrt, denn sie ist ab jetzt eine Fahrradstraße. Im Barmbek°Basch, Wohldorfer Straße 30, wird im Rahmen einer Diskussion ab 19 Uhr die Alltagsroute vorgestellt und nach den Wünschen und Problemen der Bevölkerung gefragt.

Weitere Termine (u.a. für Winterhude) werden in Kürze auf www.hamburg.adfc.de/termine bekannt gegeben. [Update 2/2017: Link entfernt]

Zum Hintergrund:
Radfahrer haben in den allermeisten Fällen die Wahl zwischen Radweg und Fahrbahn. Doch die wenigsten kennen die Regeln rund um benutzungspflichtige und nicht-benutzungspflichtige Radwege. Und die meisten Radfahrer haben auf der Straße im Mischverkehr mit Autos, Bussen und LKWs noch Angst, obwohl erwiesen ist, dass sie auf Radwegen viel stärker gefährdet sind. Hinzu kommt, dass in Hamburg oft verbotenerweise auf dem Gehweg geradelt wird, und das auch gern in die falsche Richtung. Der ADFC hat daher 2011 die Kampagne „Ab auf die Straße – Sicher Rad fahren auf der Fahrbahn“ gestartet. Denn Radfahren auf der Straße ist sicher, komfortabel und schnell: www.hamburg.adfc.de/abaufdiestrasse. In Hamburg werden derzeit 12 Prozent aller Wege umweltfreundlich mit dem Rad zurückgelegt. Und die Stadt hat sich die Förderung des Fahrradfahrens mit der „Radverkehrsstrategie für Hamburg“ auf ihre Fahnen geschrieben. Inzwischen sind erste Resultate wie das StadtRAD, einzelne Radfahrstreifen oder gelungene Baumaßnahmen sichtbar, dennoch geht es nur sehr schleppend voran. Noch immer charakterisieren schlechte Wege und Ampelschaltungen für Radfahrer sowie ein allgemein aggressives, raues Verkehrsklima die Situation in Hamburg.

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Pressekontakt

Pressefoto:

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Links:
www.hamburg.adfc.de/termine
www.hamburg.adfc.de/abaufdiestrasse