Pressemitteilung
20.07.2005

Airbus erneuert Deichradweg in Neuenfelde - halbe Strecke bleibt vorerst unpassierbar

erstellt von Stefan Warda

Airbus sponsert die Erneuerung des Deichradwanderweges zwischen Francop und Neuenfelde. Etwa die Hälfte der Strecke bleibt aber dieses Jahr noch unpassierbar. Teilsieg für Obstbauer Quast.

Feierlich ging es zu, als letzten Donnerstag der Radwanderweg auf dem Deich in Hasselwerder eröffnet wurde. Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg, Airbus-Chef Dr. Ulrich Weber und ReGe-Geschäftsführer Hartmut Wegener versprachen, den erneuerten Radweg demnächst auch per Rad erfahren zu wollen. Radler sollten jedoch dieses Jahr aufpassen und den Herren nicht vertrauen. Der Deichradweg ist etwa zur Hälfte unbenutzbar. Tiefe Löcher und Querrinnen, weggesackte Steine und breite Fugen, in die ein Laufrad passt, sind zum gemütlichen Radeln vollkommen ungeeignet. Erst zur Jahreswende sollen auch auf diesem Teilstück die roten Betonsteine neu verlegt werden.

Die außergewöhnliche Radwegertüchtigung ist dem Obstbauern Cord Quast zu verdanken. Bei dem Verkauf von Grundstücken an Airbus für die Startbahnverlängerung verankerte der Bauer mehrere Maßnahmen in den Kaufvertrag. Hierzu zählte auch die Erneuerung des Deichradweges. Die Kosten für den fertig gestellten Teilabschnitt betrugen 410.000 Euro, die sich Airbus und der Bezirk Harburg je zur Hälfte teilten.

Der Deichradweg, der Bestandteil der Hamburger Freizeitradroute R11 und des Nordseeküstenradweges (North Sea Cycle Route) ist, hat eine Breite von 1,40 m. Als Baumaterial dienten rote gefaste Betonsteine im Format 10 x 20 cm. Stefan Warda, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Hamburg: »Durch die jetzige Erneuerung des Radweges ist zwar für einige Jahre das gemütliche Radeln auf der Deichkrone gewährleistet. Aber der desolate Zustand des bislang nicht erneuerten Teils des Radweges zeigt überdeutlich, dass die einfache Bauweise nicht für einen längeren Zeitraum vorhält. Natürliche Erdbewegungen im Deich durch Niederschlag oder Erdbewohner lassen die Radwegsteine wandern. Eine Radwegoberfläche aus großen Betonplatten würde länger halten.«