Verkehr
21.12.2016

Bundesländerranking zu Mobilität und Umwelt: Hamburg landet auf dem letzten Platz

erstellt von Stefanie Miczka
Die Grafik zeigt als Balkendiagramm für jedes Bundesland die fünf Untersuchten Bereiche in einer Punktwertung. Hamburg liegt an letzter Stelle. allianz-pro-schiene.de

Bundesländerindex Mobilität & Umwelt: Gesamtergebnis aus den fünf Themenbereichen

Die Grafik zeigt für fünf Themenbereiche das Ranking der 16 Bundesländer. allianz-pro-schiene.de

Bundesländerindex Mobilität & Umwelt: Platzierung in den Themenbereichen

Bei der Verkehrssicherheit kommt die Hansestadt auf Platz 13.

Am 14.12.2016 hat das Hamburger Qualitätsforschungsinstitut Quotas den Bundesländerindex Mobilität & Umwelt 2016/2017 vorgestellt. Für die Studie haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Allianz pro Schiene und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat die Bereiche Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität mit Blick auf den Verkehr im jeweiligen Bundesland bewertet.

Hamburg landete in sämtlichen Einzelbereichen auf den hinteren Plätzen: Bei der Verkehrssicherheit kommt die Hansestadt auf Platz 13 - laut Studie fehlt dem Senat ein Verkehrssicherheitsprogramm mit quantitativen Zielen für weniger Unfallopfer. Hinsichtlich Lärmminderung landet die Verkehrspolitik des Hamburger Senats auf dem letzten Platz: 7,6 Prozent der Hamburger sind von Verkehrslärm betroffen. Dazu kommt, dass die Stadt kein konkretes politisches Ziel zur Senkung der Lärmbelastung ausgegeben hat, welches über den gesetzlich vorgeschriebenen Aktionsplan hinausgeht. Kaum besser sieht es für Hamburg hinsichtlich des verkehrsbedingten Flächenverbrauches sowie bezogen auf die Luftqualität aus. Bei der Stickstoffdioxid-Konzentration in Städten bildet Hamburg zusammen mit Bayern deutschlandweites Schlusslicht . In puncto Klimaschutz schneidet die Hansestadt noch am besten ab und landet auf Platz 12. Laut Studie hat Hamburg ehrgeizige Klimaschutzziele, die CO₂-Emissionen im Verkehr steigen zur Zeit jedoch weiter an.

Gegenüber dem Abendblatt wies der Senat die Kritik der Studie zurück und bezweifelte deren Methodik: Die Studie gebe keinen Aufschluss zur Methodik, Plausibilität oder Datengrundlage, die zu den Ergebnissen geführt hat und das schlechte Abschneiden sei »nicht nachvollziehbar«.

Der Hamburger ADFC setzt sich mit der Kampagne »Läuft« für bessere Luft, weniger Lärm und mehr Verkehrssicherheit ein und fordert mehr Tempo 30 in Hamburg.

Das ADFC Webtool unterstützt Sie bei der Antragsstellung für Tempo 30 auch in ihrer Straße.

Lesen Sie hier die Studie „Bundesländerindex Mobilität und Umwelt 2016“ im Original.

Zur Methodik der Untersuchung