Verkehr, Pressemitteilung, Termine
12.11.2013

Busbeschleunigung und Radverkehr – ADFC kritisiert vergebene Chancen entlang der Linie 5

erstellt von Merja Spott
Busbeschleunigung

Busbeschleunigung

Am Dienstag, den 19. November 2013, 19 Uhr, lädt der ADFC Hamburg zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Busbeschleunigung und Radverkehr“ in Hamburg ein. Die Veranstaltung findet im Hörsaal 3 des Geomatikums der Universität Hamburg, Bundesstraße 55 statt.

Vertreter des ADFC, der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der Hochbahn und der Universität Hamburg-Harburg diskutieren über die Erfahrungen der ersten fertiggestellten Baumaßnahmen entlang der Linie 5 und stellen sich den Publikumsfragen.

Siemersplatz, Hallerstraße und die Kreuzung Grindelallee/Edmund-Siemers-Allee wurden zuletzt aufwendig umgestaltet, damit die Linienbusse des HVV die Kreuzungen schneller queren können. Der ADFC Hamburg unterstützt grundsätzlich Maßnahmen, die den öffentlichen Nahverkehr stärken. „Aber Programme mit einem solch großem Finanzvolumen wie die Busbeschleunigung müssen den Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr als Ganzes stärken“, sagt Merja Spott, verkehrspolitische Sprecherin des ADFC Hamburg. Dies sei aber im Zuge der Umbauarbeiten an der Linie 5 nicht geschehen. „Stattdessen gibt es jetzt neue Abbiegestreifen, die die Wege für Radfahrer verlängern und die Kreuzungen unübersichtlicher machen“. Bei den realisierten Führungen von Radwegen an Haltestellen seien Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern geradezu vorhersehbar.

Aus Sicht des ADFC wurde damit die Chance vertan, im Zuge der Busbeschleunigung übersichtliche und für alle Verkehrsteilnehmer eindeutige Kreuzungen herzustellen. „Der Verkehrsfluss des Kfz-Verkehrs hat aber nach wie vor in Hamburg Priorität vor der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer“, kritisiert Spott. Zudem seien die Verbände sowie die Bürgerinnen und Bürger nicht in die Planungen mit einbezogen worden. Mit der Podiumsdiskussion am 19.11. will der ADFC einen Impuls für mehr Bürgerbeteiligung geben, damit weitere Planungen und Baumaßnahmen im Zuge der Busbeschleunigung die Interessen der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer besser berücksichtigen.