Verkehr, Pressemitteilung
02.03.2017

Es geht voran: ADFC begrüßt weiteren Ausbau der »Alsterachsen«

erstellt von Stefanie Miczka
Touristenbus auf Fahrbahn, Radfahrer kommen entgegen adfc hh/Ulf Dietze

An der Ostseite der Alster. Durch zu dicht überholende Touristenbusse kommt es immer wieder zu Konflikten und gefährlichen Situationen.

Nach dem Umbau des Harvestehuder Wegs auf der Westseite der Alster vor rund zwei Jahren will die Verkehrsbehörde nun endlich auch die Situation auf der Ostseite fahrradfreundlicher gestalten. Heute Abend stellt sie ihre Planungen im Literaturhaus am Schwanenwik vor.

»Gerade auf der Ostseite der Alster sind Radfahrer, Jogger und Fußgänger auf viel zu engem Raum und viel zu schmalen Wegen unterwegs – Verbesserungen sind dort dringend notwendig«, so Stefanie Miczka, Referentin für Verkehr des ADFC Hamburg. Der Abschnitt von der Krugkoppelbrücke bis zur Schönen Aussicht und zum Schwanenwik, für den die Behörde ihre Pläne heute präsentiert, werde von besonders vielen Radfahrenden genutzt. Die Hohenfelder Bucht im südlichen Anschluss, wo zwei Velorouten verlaufen, wird derzeit ebenfalls neu geplant.

»Wichtig ist, dass bei diesen Planungen und Umgestaltungen das zukünftig noch stärkere Radverkehrsaufkommen in Hamburg gleich mitgedacht wird«, fordert Miczka. Rund um die Alster seien schon heute die meisten Radfahrenden in Hamburg unterwegs. Der Fahrradclub begrüßt die von der Behörde geplanten Lösungen mit Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen auf den »Alsterachsen«. »Damit die Wege an der Außenalster zukünftig noch attraktiver für Radfahrende, Jogger und Fußgänger werden, muss die Politik auch hier den Mut haben, dem Autoverkehr Platz wegzunehmen.«

Bei der Einrichtung von weiteren Fahrradstraßen an der Alster könne auch aus früheren Fehlern gelernt werden, etwa aus dem Umbau des Harvestehuder Wegs zur Fahrradstraße. Die Politik hatte damals aufgrund des Kfz-Schleichverkehrs, der Touristenbusse und der Verlegung der Parkplätze auf die Fahrbahn viel Kritik einstecken müssen. Nach Korrekturen wird die Fahrradstraße im Harvestehuder Weg inzwischen von den Radfahrenden gut angenommen. »Die Behörde sollte die Fahrradstraßen auf der Ostseite der Alster nur für den Anliegerverkehr freigeben und vielleicht auch über eine zeitliche Begrenzung für die Durchfahrt von Touristenbussen nachdenken«, schlägt Miczka vor.

Die Planungsvarianten für die zukünftigen Fahrradachsen von Krugkoppel über Bellevue bis Schöne Aussicht am Ostufer der Alster werden heute am Donnerstag, 2. März, ab 17 Uhr im Literaturhaus Schwanenwik 38, vorgestellt und mit interessierten Bürgern diskutiert.

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