Pressemitteilung, Verkehr
15.01.2016

Fahrradstraße in Wandsbek

erstellt von ADFC Hamburg

Walddörferstraße: Die alten Radwege sind Flickwerk. Geh- und Radwege entsprechen nicht mehr den heutigen Stadards für Radverkehrsanlagen und Fußwege

»Chancen ergreifen, statt immer nur dagegen zu sein«, antwortet der ADFC Hamburg Handelskammer und CDU.

Wie andere Hamburger Bezirke auch, arbeitet Wandsbek seit Ende vergangenen Jahres an einem bezirklichen Radverkehrskonzept, das die Velorouten durch Bezirksrouten und Stadtteilrouten ergänzen soll. Unter anderem soll auch die Walddörferstraße zur Fahrradstraße umgebaut werden, was auf heftige Kritik von Seiten der CDU und Handelskammer stößt.

„Ich freue mich, dass nun auch für Wandsbek ein Radverkehrskonzept erarbeitet wird“, sagt Edwin Süselbeck, Referent für Verkehr beim ADFC Hamburg. „Statt sich wie CDU und Handelskammer an alte Verkehrskonzepte zu klammern, steht der ADFC für moderne Mobilität und unterstützt die Pläne des Bezirks, das Radfahren attraktiver zu machen«, sagt Süselbeck. »Gerade die Walddörferstraße bietet sich dafür an, da sie nicht für den Autodurchgangsverkehr benötigt wird“, sagt Süselbeck. Geplant ist, im westlichen Teil der Walddörferstraße Schutz- bzw. Radfahrstreifen zu bauen, im mittleren Bereich eine Fahrradstraße und im östlichen Teil Mischverkehr mit einer Verkehrsberuhigung einzurichten.

CDU und Handelskammer befürchten durch den Umbau neben einem Wegfall von Parkplätzen, eine schlechtere Erreichbarkeit für Gewerbetreibende auch Gefahren durch den LKW-Verkehr für Radfahrende. Die Kritik von CDU und Handelskammer teilt der ADFC nicht, zumal die genauen Pläne noch gar nicht auf dem Tisch liegen. „Auch wenn die Details noch zu diskutieren sind, so ist es ein Schritt in die richtige Richtung“, so Süselbeck. „Denn die Walddörferstraße ist eine attraktive Verbindung für den Radverkehr aus Stadtteilen wie Berne, Farmsen, Dulsberg oder Eilbek bis hinein in die Innenstadt.“ Auch die Anlieger würden durch eine Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität von einem Umbau der Straße profitieren. Für den Autodurchgangsverkehr steht sowohl die südliche Parallelstrecke B 75 als auch der nördliche Friedrich-Ebert-Damm zur Verfügung.

Den Vorschlag der CDU, eine Route entlang der Wandse als Alternative für die Walddörferstraße erneut zu prüfen, lehnt der ADFC Hamburg ab. Denn die Route wurde bereits geprüft und die Routenwahl erfolgte anhand der – auch der CDU bekannten – Ergebnisse einer online-Bürgerbeteiligung und der Unfallauswertung für den Bezirk Wandsbek.  »Die Wandseroute kann nur mit großem Aufwand und Einbußen für Stadtgrün und Fußgänger fahrradtauglich ausgebaut werden«, so Süselbeck. Und selbst dann bürdet sie dem Radverkehr Umwege auf und gerade nachts fehlt die soziale Kontrolle: »Das macht Radfahren nicht attraktiver, sondern gefährlicher«. CDU und Handelskammer sollten ihre Verweigerungshaltung aufgeben und nicht reflexartig gegen jede Baumaßnahme der Stadt protestieren, wenn die Planungsphase gerade erst begonnen hat und die demokratisch gewählten Gremien noch gar nicht gefragt wurden.


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Pressebilder zur Walddörferstraße

Verkehrsregeln in einer Fahrradstraße