Pressemitteilung, Verkehr
02.05.2017

»Fahrverbote« in Hamburg?

erstellt von Stefanie Miczka

Diesel-Verbote nur in der Max-Brauer-Allee? ADFC kritisiert Symbolpolitik.

ADFC kritsiert Symbolpolitk des Senats. Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan präsentierte am Dienstag den neuen Lufreinhalteplan der Stadt. Trotz der viel zu hohen Schadstoffbelastung an unzähligen Stellen Hamburgs soll es danach lediglich in zwei Straßen zu Beschränkungen für Dieselfahrzeuge kommen.

Der ADFC Hamburg kritisiert die Symbolpolitk des Senats und fordert endlich wirksame Maßnahmen, um den Radverkehr zu fördern, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Gesundheit der Bürger*innen zu schützen. „Durch diese beiden ,Mini-Fahrverbote' wird sich die Luft in Hamburg nicht wirklich verbessern“, sagt Stefanie Miczka, Referentin für Verkehr des ADFC Hamburg. Die Beschränkungen für die Stresemannstraße und die Max-Brauer-Allee beträfen zudem nur Dieselfahrzeuge, welche die  Euro-6-Abgasnorm nicht erfüllen, und außerdem gelte das Fahrverbot nicht  für den Anliegerverkehr. »Die Erfahrungen mit 'Anlieger  frei'-Beschilderung zeigen jedoch, dass diese Anordnungen nahezu
wirkungslos bleiben«, kritsiert Miczka. Und dass die Abgaswerte der  meisten Autohersteller manipuliert seien, wüsste der Senator selbst.

Ziel müsse daher sein, die Zahl der Autos und der Autofahrten in der Stadt zu reduzieren, die einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass die Menschen in der Stadt unter Lärm und Abgasen leiden. Miczka: »Damit mehr Menschen in Hamburg aufs Rad steigen, braucht es eine Infrastruktur, die es allen – ob jung oder alt, ob geübt oder ungeübt – ermöglicht, sicher und komfortabel in der Stadt Rad zu fahren«. Anders als bislang dürfe daher nicht der Verkehrsfluss des Autoverkehrs Priorität haben, sondern die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer – Stichwort Tempo 30.

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