Pressemitteilung, Verkehr
13.06.2016

»Für bessere Luft, weniger Lärm und eine lebenswerte Stadt!«

Hamburgs dreckigste Straße« – Anwohner*innen, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen wehren sich jetzt und fordern Tempo 30.

Mittwoch, 15. Juni, 18 Uhr: Breites Umweltbündnis demonstriert gemeinsam mit Anwohner*innen der Max-Brauer-Allee für Tempo 30 auf »Hamburgs dreckigster Straße«.

Die Anwohner*innen-Initiative »Tempo 30 auf der Max-Brauer-Allee« ruft für Mittwoch, den 15. Juni, zur Großdemonstration auf, um auf die katastrophale Verkehrssituation und die miesen Lebensbedingungen in
»Hamburgs dreckigster Straße« hinzuweisen. Start ist um 18 Uhr an der Haltestelle Gerichtstraße.

»Die Luftverschmutzung in der Max-Brauer-Allee liegt im Schnitt 58 Prozent über dem zulässigen Grenzwert. Radfahrer und Fußgänger fühlen sich unsicher, immer wieder kommt es zu Unfällen«, sagt Charlotte Lill von der Anwohner*innen-Initiative. Sie fordert daher vom Senat die Einführung von Tempo 30 auf der Allee, einer Hauptverkehrsachse von Altona – als schnelle und wirksame Maßnahme, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Verkehr bei gleichmäßigem Tempo flüssiger zu machen.

Volle Unterstützung erhält die Initiative von Hamburgs Umwelt- und Verkehrsverbänden. Auch Manfred Braasch, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Hamburg, ist dabei: »Die Stadt Hamburg ist rechtskräftig verurteilt worden und muss, so hat es das Gericht gesagt, schnellstmöglich wirksame Maßnahmen zur  Verbesserung der Luftqualität durchführen. Genau das passiert aber nicht, daher unterstützen wir den Protest der Anwohner, die sich für eine bessere Luft in ihrem Lebensumfeld einsetzen. Tempo 30 auf der Max-Brauer-Allee ist dafür ein guter Anfang.«

Alexander Porschke, Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Hamburg, demonstriert ebenfalls mit: »Der Schutz der Bäume und Erhalt der Grünflächen in der Max-Brauer-Allee sind uns wichtig, denn auch eine gesunde Stadtnatur nimmt eine wichtige Funktion für Tier-, Pflanzenarten und Menschen wahr.«, so Porschke.

Jens Deye vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hamburg: »Wir fordern mehr Tempo 30 in der Stadt, weil das sicher, leise, schnell und sauber ist.« Mit seiner Kampagne »Läuft!« klärt der Fahrradclub die Bevölkerung über die Vorteile reduzierter, angepasster Geschwindigkeiten für Verkehrssicherheit und Umwelt auf. »Auf der Max-Brauer-Allee müssen endlich die gesetzlichen Vorschriften gegen Lärm und für Luftreinhaltung angewendet werden«, so Deye.

Sonja Tesch vom Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.) betont: »Menschen, die zu Fuß gehen, brauchen gute Luft, gute und breite Bürgersteige und getrennte Radstreifen. Deshalb fordern wir Tempo 30, eine echte Busspur mit Radstreifen und breitere Bürgersteige in der Max-Brauer-Allee.«

Auch die Initiative »Altonaer Manifest«, die sich für soziale  Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligungsrechte engagiert, schließt sich dem Protest der Anwohner*innen der Max-Brauer-Allee an und fordert: »Lebensqualität durch Reduzierung von Emissionen (Lärm, Abgasen, Feinstaub etc.) verbessern! Direkte Gestaltungsmacht für die Menschen vor Ort!« Die Initiative »anna elbe«, die für den Erhalt und gegen die Privatisierung öffentlicher Flächen und Räume in Hamburg Altona, an der Elbe, ruft unter der Devise »Tempo runter! Lebensqualität hoch!« ebenfalls zur Teilnahme an der Demonstration auf:

»Tempo 30 auf der Max-Brauer-Allee«
15.6.2016, 18 Uhr
Haltestelle Gerichtstraße, 22765 Hamburg

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Weitere Informationen zur Kampagne "Läuft!"
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Pressefoto: »Max-Brauer-Allee« (JPG; 3,8 MB)| Copyright: ADFC Hamburg/Georg Sommer;
Bildunterschrift: »Die Max-Brauer-Allee ist »Hamburgs dreckigste Straße« – Anwohner*innen,
Fußgänger*innen und Radfahrer*innen wehren sich jetzt und fordern Tempo 30.«
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