Pressemitteilung
27.05.2008

Gerichtsverfahren gegen Radwegebenutzungspflicht in Eppendorfer Landstraße erledigt - Behörde entfernt alle blauen Radwegschilder

erstellt von Stefan Warda
Radweg Eppendorfer Landstraße 2008 (Foto Stefan Warda)

Radweg Eppendorfer Landstraße 2008 (Foto Stefan Warda)

Ende des Radwegezwangs in der Eppendorfer Landstraße - Erfolg für den ADFC und seinen Kläger - ADFC erwartet vom Senat nun gleiche Bedingungen für alle anderen Hamburger Radwege

Vor kurzem wurden die letzten blauen Radwegschilder in der Eppendorfer Landstraße entfernt. Radfahrer dürfen jetzt auch an den großen Kreuzungen am Eppendorfer Marktplatz und an der Lenhartzstraße auf der Fahrbahn statt auf Radwegen fahren. Damit haben nach fast zehn Jahren Verfahrensdauer die Radfahrer Recht bekommen.

Die Kläger des ADFC leiteten 1998 Widersprüche gegen die Anordnungen der Radwegebenutzungspflichten bei den Straßenverkehrsbehörden ein und gingen anschließend 2000 in den Fällen Gertigstraße, Heussweg und Eppendorfer Landstraße wegen Untätigkeit vor Gericht. Unbenutzbare Radwege brachten damals die Radfahrer auf. Die Behörden änderten bis heute faktisch nichts am bemängelten Zustand der schlechten Radwege, 2001 wurde aber der Radwegezwang in der Gertigstraße aufgehoben, 2007 im Heussweg und nun 2008 in der Eppendorfer Landstraße.

Stefan Warda: "Fast zehn Jahre hat es gedauert, bis die Behörden im Fall Eppendorfer Landstraße nachgegeben haben. Für ganz Hamburg steht jetzt fest, dass auch an verkehrsreichen Kreuzungen wie dem Eppendorfer Marktplatz Sicherheitsgründe nicht gegen das Radfahren auf der Fahrbahn sprechen."

Der ADFC erwartet vom neuen Senat gleiche Bedingungen für alle anderen Hamburger Radwege und unterstützt weiterhin einige Widerspruchsverfahren aus dem Jahr 1998 gegen die Radwegebenutzungspflicht von gefährlichen und unbenutzbaren Radwegen, die die Behörden noch nicht bearbeitet haben.