Pressemitteilung
20.03.2007

»Mit Sicherheitsaudit wäre das sicher nicht passiert«: ADFC bemängelt schlechte Radwegeplanungen

erstellt von Stefan Warda

Vorbeugen gegen Planungsdefizite: ADFC kritisiert schlechte und gefährliche Radwegeplanungen und fordert Sicherheitsaudits bei Straßenplanungen in Hamburg.

In Hamburg werden laufend Radverkehrsanlagen gebaut, die nicht funktional oder sogar gefährlich sind. Sicherheitsaudits beugen solchen Planungsfehlern vor. Unabhängige Auditoren begleiten den Planungsprozess und weisen auf sicherheitsrelevante Planungsfehler hin. 30% der durch Sicherheitsaudits erkannten Planungsdefizite betreffen allein den Radverkehr, weitere 27% den Fußgängerverkehr.

Der ADFC erwartet, dass Hamburgs Behördenmitarbeiter den Hinweisen der Auditoren folgen werden, um Sicherheits- und Haftungsrisiken zu vermeiden. Der Bundesverkehrsminister empfiehlt seit 2002 Sicherheitsaudits für Straßenplanungen in Deutschland durchzuführen. Hamburg wendet als einziges Bundesland keine Sicherheitsaudits an. »Hamburg braucht dringend Sicherheitsaudits mit unabhängigen Auditoren, damit keine unsinnigen oder gefährlichen Radwege mehr gebaut werden«, meinte Stefan Warda, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Hamburg. »Unsichtbare Radwege wie am Jungfernstieg oder in der Hafencity, oder Kreuzungen mit gefährlichen Radverkehrsführungen könnten Hamburgs Radfahrern erspart bleiben, wenn auch in Hamburg das Sicherheitsaudit eingeführt würde.«