Pressemitteilung, Verkehr
17.03.2011

Neuer Senat muss nachhaltigen Verkehr fördern

erstellt von Dirk Lau
Radspur Hofweg

In 2010 markierte Radspur auf dem Hofweg

ADFC schlägt dem neuem Senator für Wirtschaft, Verkehr

und Innovation konkrete und schnell umzusetzende Ideen für

eine moderne und Ressourcen sparende Mobilitätsstrategie vor.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert vom neuen SPD-Senat innovative und moderne Lösungen für die Verkehrsprobleme in „Europas Umwelthauptstadt 2011“: Ökologisch nachhaltige Verkehrsmittel wie das Fahrrad und der ÖPNV müssen Vorrang bei den Planungen haben, um die Lebensqualität Hamburgs zu erhalten und zu verbessern. Die Umsetzung der „Radverkehrsstrategie für Hamburg“, die 2007 auch von der SPD beschlossen wurde, muss energisch vorangetrieben werden.

Konkret fordert der ADFC, dass der Radverkehr in der neuen Behörde personell aufgestockt wird und die Finanzierung erhöht wird. In Zeiten, wo Hamburg vor großen Einsparungen steht, lassen sich beim Radverkehr mit vergleichsweise wenig Geld spürbare Verbesserungen erzielen und damit das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt verbessern.

Die bisherige Aufteilung von Zuständigkeiten der Straßenverkehrsbehörde und der Verkehrsplanung auf zwei verschiedenen Behörden, hat sich in der Praxis als hinderlich erwiesen, kritisiert ADFC-Verkehrsreferentin Merja Spott. Verkehrsplanung, die Hamburgs Straßen plant und baut, und Verkehrsbehörde, die dies genehmigt, müssen Hand in Hand arbeiten, um zu optimalen Lösungen zu gelangen. Die Neugestaltung der Behörden sollte genutzt werden, um Verkehrsplanung und Straßenverkehrsbehörde enger zu verzahnen.

Die Neuzuordnung des Verkehrs zur Wirtschaftsbehörde darf nicht bedeuten, dass die Interessen der nichtmotorisierten Verkehrsmittel in den Hintergrund geraten. Merja Spott: „Eine lebenswerte und attraktive Stadt braucht Platz für den Menschen, für Radfahrende und Fußgänger. Und deshalb braucht sie auch geringere Geschwindigkeiten für den Autoverkehr sowie Ampelschaltungen, die den nicht motorisierten Verkehr und den ÖPNV begünstigen. Umweltverträgliche, innovative Verkehrsmittel müssen Vorrang haben.“

Durch weniger Lärm und Unfälle, weniger verstopfte Straßen und eine geringere Schadstoffbelastung steigt die Aufenthalts- und Lebensqualität in der Stadt Hamburg – und davon profitieren nicht nur ihre Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ihre Wirtschaft. Denn gerade in der heutigen Zeit, in der gut ausgebildete und anspruchsvolle Fachkräfte begehrt sind, lässt sich prima mit Standortfaktoren wie einem nachhaltig umweltfreundlichen Stadtklima werben.

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