RadCity, Verkehr, Rund ums Rad
05.04.2014

RadCity 2/14

erstellt von Ulf Dietze

Kreuzung Maienweg, Wahlprüfsteine, Billstedtradtour, Radtourenprogramm und Veloroute 8 sind einige der Themen des neuen Hefts.

Verkehr: Kreuzung Maienweg 
Gut gemeint ist nicht gut gemacht 
Kommentar: Das Problem sind immer die anderen 

Verkehr: Wahlprüfsteine 
Was passiert, wenn alle dafür sind? 
mit Kommentar: Tempo 30 für eine lebenswerte Stadt 

Service:
Radtourenprogramm bis Juni 2014 

Demo:
Fahrrad-Sternfahrt  

Geschichtswerkstatt: Radtour
Billstedt jenseits der Klischees 

Verkehr: Veloroute 8 
Was Neues im Osten (II) 

Historisches: Radfahrverordnung 
Geburtsstunde der Radwege (Teil 2) 

ADFC: Neue Bezirksgruppe 
Altona fährt Rad! 

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Editorial
Alte Lieder, neue Hoffnung

Radfahren kann tatsächlich Spaß machen. Auch in Hamburg. Dennoch nehmen die allermeisten Radfahrenden die Stadt als fahrradfeindlich wahr. Es macht müde oder sarkastisch und langweilt schnell andere, die Millionen von Unzumutbarkeiten und Ärgernissen auf Hamburgs Straßen aufzuzählen. Aber jeder, der Rad fährt, kennt das Lied: Absurde Radverkehrsführungen, überraschend rechtsblinde Anordnungen der Polizei, das aggressive, weil vom massiven Kfz-Verkehr dominierte Verkehrsklima, Kampfparker, der oft fiese Gegenwind, Autofahrer, die noch schnell vor der nächsten roten Ampel ohne Abstand überholen und sich dabei als hupende Hilfssheriffs aufspielen, teure und oftmals sinnfreie Umbaumaßnahmen im Rahmen einer »Busbeschleunigung«, derzeit Hamburgs einzige verkehrspolitische Priorität – die Liste der Zumutungen und Dauerärgernisse für Radfahrer in Hamburg ließe sich beliebig lang fortsetzen und hält zahlreiche Blogs, Diskussionsgruppen und Internetforen am Leben. Es fällt schwer, den Fortschritt, der bei einigen Radverkehrsmaßnahmen in der Stadt sichtbar wird, zu loben.
 
Der Politik zum Trotz scheinen der Widerstandswille und die Hoffnung auf eine fahrradfreundliche Stadt unter Hamburgs Radfahrenden aber ungebrochen. In Altona, Hamburgs vermeintlicher »Fahrradhochburg« (17 % Radverkehrsanteil in 2008), trafen sich jetzt Menschen, um eine neue ADFC-Filiale ins Leben zu rufen (siehe Bericht S. 28).

Problemlos konnten sie die Liste der Ärgernisse und Zumutungen ins Unendliche erweitern – vom Lessingtunnel, über die Stresemannstraße bis hin zum drohenden IKEA- und A7-Deckel-Kfz-Verkehrskollaps. Rechtzeitig vor den Bezirkswahlen am 25. Mai 2014 (siehe S.10) erinnert nun auch in Altona eine starke Radfahrerlobby Politiker und Behörden daran, dass die Straße allen gehört und es viel bessere Nutzungsmöglichkeiten gibt, als sie mit hässlichen Blechkisten zuzumüllen.

Dirk Lau, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Hamburg in RadCity 2/2014