RadCity
04.04.2013

RadCity 2/2013

erstellt von RadCity-Redaktion
Mitgliederzeitschrift des ADFC Hamburg: RadCity 2/2013

RadCity 2/2013

Mehr zum ADFC-HVV-Faltrad, das Radtourenprogramm bis Ende Juni, Gedanken zum Planen von Radtouren, die Kurzmeldungen ... und vorerst zum letzten Mal: unser Rätsel. Diesmal winkt als Preis nochmal ein GPS-Gerät!

ADFC Radreise-Messe: Im Gespräch mit Uwe Jancke 
Das ADFC-HVV-Faltrad
Das Faltrad und die Radverkehrsstrategie 
So schnell – und für alle sichtbar! – Fahrradkurier mit Tempoanzeige 
Auf der »Fuhle« fahren 
Radtourenprogramm  
Abend der Begegnung und Sternfahrt zum Kirchentag 
Tour de Natur 
Was für eine gute Tour – Radtouren vorbereiten
ADFC-Radtour vorgestellt: Kurz oder Lang
Historische Fahrräder (5): Hoch hinaus im tiefen Sitz
Nix gecheckt? – Aufklärung zum Fahrbahnfahren ist nötig

STÄNDIGE RUBRIKEN
Kurzfutter
Kolumne: Der Traum vom Führerschein
Adressen/Fördermitglieder/Impressum
Rätsel

 

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»Schändlichstes Verbrechen in Zeit und Raum«

Ende Februar stellte Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) die polizeiliche Kriminalstatistik für 2012 vor. Danach würden täglich fast 40 Räder in der Hansestadt »verschwinden«. 2012 waren es insgesamt 13.991 Räder, noch einmal 522 mehr als im Vorjahr – Rekordhoch. Parallel dazu sank die Aufklärungsquote der Polizei weiter: Nur 3,6 Prozent dieser »schändlichsten Verbrechen in Zeit und Raum« (Horst Tomayer, Kleine Fahrraddiebhalsgerichtsordnung) klärte sie auf.
Während »Sicherheitsexperten« Tipps gaben – ganz wichtig: Rad ab- und anschließen! –, setzt Hamburgs Polizei unter dem Motto »Gelegenheit macht Diebe« auf die Codierung als Mittel gegen den Fahrradklau. »Ein codiertes Fahrrad, das zeigt die Erfahrung, ist für einen Dieb weitaus weniger interessant«, so die Polizei. Wer sein Rad liebt, der lässt es also codieren? Ein eher innovativer Vorschlag kam von einem direkt Betroffenen: Angesichts der anhaltend hohen Zahl an Fahrraddiebstählen und der gegen Null strebenden Aufklärungsquote solle Hamburgs Fahrradstaffel mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Dienstfahrräder abschaffen. Denn wer die Zahl der Fahrräder in Hamburg reduziere, so der bestohlene Fahrradeigner, nehme »den Langfingern die Gelegenheit«. Man prüfe alle Optionen, hieß es dazu aus der Innenbehörde, um die »widerrechtliche Fortnahme fremden Fahrrads« (Tomayer) einzudämmen.
Eine gute Nachricht hatte Senator Neumann für Verkehrsteilnehmer aber noch: Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich 2012 die Diebstähle im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen um 772 auf 18.953 Fälle, ein Rückgang von 3,9 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in Hamburg seit mehr als 40 Jahren! Passend dazu waren auch Hamburgs Straßen wieder vorbildlich von Schnee geräumt, als Mitte März 2013 der Winter zurückkam. Für Velorouten wie am Kaiser-Friedrich-Ufer in Eimsbüttel hatte der Winterdienst der Stadtreinigung dann keine Zeit mehr, aber schließlich seien Autofahrer auch »wichtiger« als andere Verkehrsteilnehmer, wie eine Radfahrerin an der städtischen Glätte-Hotline zu hören bekam. Willkommen in Hamburg!

Dirk Lau, stellvertretender Landesvorsitzender