Pressemitteilung, Verkehr
31.01.2014

Tödlicher Unfall mahnt: Hamburgs Straßen müssen sicherer werden!

erstellt von Johanna Drescher, Dirk Lau, Susanne Elfferding

Im Toten Winkel eines LKW sind Radfahrer und Fußgänger nicht zu sehen

Am Donnerstag morgen ist eine 18-jährige Radfahrerin auf der Armgartstraße, Ecke Mundsburger Damm, von einem rechtsabbiegenden LKW-Fahrer übersehen und überfahren worden. Hamburgs Radfahrer sind zutiefst geschockt über den Tod der jungen Frau. Unser Mitgefühl gilt dem Opfer, seinen Angehörigen und FreundInnen.

Dieser tödliche Unfall mahnt die Stadt Hamburg und den Gesetzgeber, endlich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen! Eine breit angelegte Verkehrssicherheitskampagne, sichere Infrastruktur gerade für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer, aber auch Maßnahmen wie Verkehrsberuhigung und insbesondere Abbiege- und Bremsassistenten für LKW müssen jetzt endlich in Angriff genommen werden, damit die Teilnahme am Straßenverkehr nicht länger ein tödliches Risiko darstellt.

Auch wenn die Unfallzahlen insgesamt sinken, so ist doch jeder Verkehrstote auf Hamburgs Straßen einer zu viel. Die Forderungen des ADFC für mehr Verkehrssicherheit sind:

1. Generelle Ausstattung von Lkw mit Abbiege- und Bremsassistenten. Diese warnen den LKW-Fahrer beim Rechtsabbiegen, wenn er einen Radfahrer oder Fußgänger im rechten Seitenraum übersehen könnte, und bremsen bei Gefahr den Lkw automatisch bis zum Stillstand ab.

2. Die Stadt Hamburg muss endlich eine von allen Verkehrsteilnehmern
wahrnehmbare,  breit angelegte Verkehrssicherheitskampagne durchführen. Diese wird vom ADFC Hamburg seit langem gefordert. Viele Verkehrsteilnehmer wissen nicht, wie sie sich und andere im Straßenverkehr schützen können. Gerade auf Hamburgs bürgersteigbegleitenden Radwegen werden Radfahrer häufig von  rechtsabbiegenden Autofahrern übersehen. Wenn Radfahrende diese Wege benutzen, sollten sie immer auf den parallel laufenden
Kfz-Verkehr achten und an Kreuzungen über die Schulter blicken.
Genau das müssen aber auch alle Auto- und LKW-Fahrer tun, um Rad-
und Fußgänger vor Ihren Fahrzeugen zu schützen. Gerade der motorisierte,
schwerere und schnellere Verkehrsteilnehmer muss Rücksicht walten lassen.

3. Flächendeckende Verkehrsberuhigung in städtischen Wohnvierteln durch
Ausweitung der Tempo-30-Zonen. Überhöhte oder zu schnelle Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs ist eine der häufigsten Unfallursachen. Bei allen Straßenbaumaßnahmen muss die Sicherheit von Rad- und Fußverkehr den höchsten Vorrang haben.

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Für Rückfragen:
Dirk Lau, Tel.: 040-32904116
Mail: dirk.lau@hamburg.adfc.de
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