Fischkopps Kolumne, Verkehr
09.12.2011

Was passiert, wenn’s schneit?

erstellt von Merja Spott, Dirk Lau
Radfahren im Schnee

Foto: ADFC / Jens Lehmkühler

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, es ist Winter. Die Menschen packen sich jetzt wärmer ein – und wollen trotzdem weiterhin mit dem Rad fahren. Gerade in der kalten Jahreszeit ist gut zu merken, dass das Fahrrad für immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger ein Ernst zunehmendes Alltagsverkehrsmittel in ihrer Stadt ist – und nicht nur ein Sommer- und Freizeitfortbewegungsmittel.

Doch schon droht die nächste, winterliche Eskalationsstufe: Was passiert, wenn’s schneit?

Grundsätzlich gilt dann: Ist ein benutzungspflichtiger Radweg nicht vom Schnee gereinigt und damit nicht benutzbar, darf der Radfahrende die geräumte Fahrbahn, vulgo Straße, benutzen – und sollte das schon zu seiner eigenen Sicherheit auch tun.

Doch wer ist in Hamburg für die Reinigung der Wege zuständig? Zu dieser Frage hat die Stadtreinigung Mitte November 2011 das Informationsblatt „Winterdienst in Hamburg“ an alle Haushalte verteilt. Wer das Dokument aufmerksam liest, entdeckt die Feinheiten des Hamburgischen Wegegesetzes. Denn siehe da: Niemand ist für die Radwege zuständig – weder die Anlieger oder Hauseigentümer noch die Stadtreinigung.

Die Ausnahme: Die Stadt hat ein so genanntes Grundnetz des Radverkehrs festgelegt, das die Stadtreinigung parallel zum Straßennetz reinigen muss. Im letzten Jahr fiel der Schnee zu früh, da waren die Maschinen noch nicht beschafft. Warten wir also diesen Winter ab, ob die Stadtreinigung dafür sorgt, dass auch Hamburgs Radfahrende geräumte Wege haben.

Dieses Grundnetz stellt einen Anfang dar. Mittelfristig muss gewährleistet sein, dass alle benutzungspflichtigen Radwege und in erster Linie die Velorouten so geräumt sind, dass sich auch im Hamburger Winter zügig und sicher Rad fahren lässt.

Tipps für den Winter und Informationen über Benutzungspflicht bei Schnee