18.10.2012

Folge 24: Barmbeker Straße

Von: Lutz Räbsch

's geht auch ohne ...

Bild 1: Barmbeker Straße: Kein Weg für Fußgänger übrig.
Bild 1: Barmbeker Straße: Kein Weg für Fußgänger übrig.
Bild 2: Auch im weiteren Verlauf: Kein Platz für Fußgänger vorgesehen.
Bild 2: Auch im weiteren Verlauf: Kein Platz für Fußgänger vorgesehen.

Nicht überall und immer wird aus zufällig vorhandenen Baustellenschildern gelost, welches man aufstellt. Barmbeker Straße, etwa gegenüber der Einmündung der Jarrestraße: Hier war gerade kein Schild zur Hand. Radfahrer haben immerhin noch einige Zentimeter Platz aber was sollen Fußgänger machen? Auf dem Radweg weitergehen? Die Straßenseite wechseln? Warten, bis die Baustelle wieder weg ist? (Bild 1)

Dann, etwa 50 Meter weiter, steht doch noch ein Verkehrszeichen 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg). Wie in Hamburg üblich bei solchen Baustellen, werden Radfahrer und Fußgänger per Anordnung gezwungen, sich die verbleibende, schmale Restfläche zu teilen. Hauptsache der »Verkehr«, also der AUTO-Verkehr wird nicht »gestört«. (Bild 2)

Die Richtlinien für die Absicherung von Arbeitsstellen an Straßen, kurz RSA, geben etwas anderes vor: »Die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer darf im Bereich von Arbeitsstellen nicht beeinträchtigt werden. Auf Sehbehinderte (Blinde), Rollstuhlfahrer und Kinder ist besondere Rücksicht zu nehmen«. Wird ein »Gemeinsamer Geh- und Radweg« eingerichtet, muss dieser eine Mindestbreite von 1,60 Meter haben.

Da sich hier, wie üblich bei solchen Baustellen, niemand für die Sicherheit und Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern interessiert hat, sollte man als Radfahrer selbstverständlich auf die Fahrbahn ausweichen.