29.10.2011

Folge 3: Redingskamp

Von: Ulf Dietze
Nicht benutzungspflichtiger Radweg, der wegen einer Baustelle, die gar nicht da ist, benutzungspflichtig ist.

Anlässlich von Halloween trägt die heutige Folge unserer Serie den Titel: Grusel im Redingskamp.

Der Grusel besteht – so denn den Bildern von Google Street View zu trauen ist – aus umfangreichen Altlasten: Beidseitige Radwege in einer Tempo-30-Zone. Sie sollten besser heute als morgen zurückgebaut werden.

Solche Konstrukte von meist weniger als einem Meter Breite, ohne seitlichen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos, mit Restbreiten für Gehwege von zum Teil nur 60 cm fand man mal für den Radverkehr angemessen.

Nun hat natürlich der Redingskamp heute keine Benutzungspflicht mehr. Unter dem Einfluss welcher Substanzen der Praktikant der Baufirma – anderes wollen wir nicht unterstellen - die Verkehrszeichen auswählte, bleibt sein Geheimnis. Er entschied sich jedenfalls für »Gemeinsamer Geh- und Radweg«, womit er den Grusel verstärkte und dem Radweg mal flott eine Benutzungspflicht attestierte.

In seiner absurden Konsequenz wählte der Praktikant dann auch noch die Straßenseite für seinen Streich aus, die gerade nicht von der Baustelle betroffen ist.

(Wir danken Sabine L. für den Hinweis)
(Wir bieten der Baufirma an, sich bei uns über korrekte Beschilderung zu informieren).