03.03.2012

Bauliche Lösung für Heinrich-Barth-Straße

Von: Ulf Dietze

Viele Einbahnstraßen sind auch für den Radverkehr nur in einer Richtung befahrbar. Von der örtlichen Polizei wird oft angeführt, dass eine Freigabe nicht möglich sei. Daher bleibt dann alles so, wie es ist: Radfahrer fahren Umwege entlang der Hauptstraßen.

Dabei gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, Einbahnstraßen ohne aufwändige bauliche Maßnahmen für Radfahrer durchlässig zu machen. Manchmal können allerdings bauliche Lösungen die Freigabe unterstützen. Ein positives Beispiel aus der jüngeren Zeit ist die Einmündung der Heinrich-Bart-Straße.

Die Vorgeschichte: Früher gab es hier zwei Autospuren, eine für Linksabbieger, eine für Rechtsabbieger und Geradeausfahrer. Trotzdem gab ein Schild die Einbahnstraße in Gegenrichtung für Radler frei. Das Verkehrszeichen verschwindet jedoch irgendwann. Danach ist die Einfahrt für RadfahrerInnen verboten. Entgegen der Regeln schlängeln sich viele Radler rechts über den Fußweg in die Heinrich-Barth-Straße und wechseln bei der nächsten Grundstücksausfahrt auf die Straße. Nach 200 m ist der Autogegenverkehr kein Problem mehr.

Dann wird die Hallerstraße im Herbst 2011 gründlich saniert und neu asphaltiert. Im Zuge dieser Bauarbeiten bekommt auch die Radler-Einmündung zur Heinrich-Barth-Straße eine neue Gestalt. Eine Radfahrerin aus der Gegend schreibt uns: »Es ist schön, dass jetzt legal freie Fahrt herrscht! Das ist wirklich sehr angenehm so!«

Auch in anderen Fällen, sollten Polizeikommissariate nicht einfach ihr »njet« zur Freigabe bekräftigen sondern dann auch immer benennen, was denn ihrer Ansicht nach fehlt, damit die Freigabe möglich wird.

Die Heinrich-Barth-Straße von der gegenüber liegenden Einmündung aus gesehen
Der »Einlass« erfolgt gesichert durch eine kleine Verkehrsinsel direkt auf der Fahrbahn.
Für Autofahrer ist die Situation des einfahrenden Radverkehrs eindeutig zu erkennen.