06.08.2015

Zahl der RadfahrerInnen um 38 % gestiegen

Von: Online-Redaktion
Harvestehuder Weg
Harvestehuder Weg

Der FDP-Abgeordnete Dr. Wieland Schinnenburg stellte am 27.07.2015 eine kleine Anfrage an den Hamburger Senat.

Aus der Antwort geht hervor: Der tägliche Radverkehr hat im Harvestehuder Weg seit Einrichtung der Fahrradstraße um knapp 40 % zugenommen (alle Angaben für den Zeitraum 6 – 19 Uhr):

  • Juni 2014: 4.400 Fahrräder
  • Juni 2015: 6.100 Fahrräder

Das motorisierte Verkehrsaufkommen ist gesunken:

  • Juni 2014: 3.500 Pkw
  • Juni 2015: 2.300 Pkw

Ca. 60 % der Kfz sind Durchgangsverkehr. Zur Hauptverkehrszeit kann der Harvestehuder Weg im Vergleich zum Mittelweg eine zeitliche Abkürzung darstellen.

Konflikte

Häufigse Verkehrskonflikte sind nach Videobeobachtungen das Überholen von Radfahrern mit zu geringem Abstand, die Missachtung des Vorrangs für Radfahrer sowie das Warten von Kfz und Radfahrern an verengten Fahrbahnbereichen.

Die Fahrgeschwindigkeiten liegen häufig über dem erlaubten Niveau. In einer ersten Messung wurden im Durchschnitt 50 bis 60 km/h gemessen. Nach dem Aufstellen von Tempo-30-Schildern hat eine Messung ergeben, dass die Geschwindigkeiten derzeit im Durchschnitt bei circa 40 km/h liegen.

Bei der Online-Befragtung der Straßennutzer haben 245 Nutzer 887 Kommentare eingetragen. Am häufigsten wurde das Ausbremsen durch entgegenkommende Pkw, die Missachtung des Vorrangs für Radfahrer und gefährliche Begegnungen mit Pkw genannt.

Maßnahmen

Die zuständige Behörde will die Fahrradstraße noch bis zum Knoten Alsterufer/Kennedybrücke vervollständigen. Im schon bestehenden Teil soll durch Neuordnung des Parkens eine durchgängige Fahrbahnbreite von 5,5 m hergestellt werden, um die typischen Konflikte zu beseitigen. Die Kosten dafür betrügen zwischen 1000 und 5000 Euro und beschränkten sich auf Markierungsarbeiten.

Ob zukünftig Durchgangsautoverkehr aus der Straße herausgehalten werden soll, erwähnt die Antwort des Senats nicht. Ebenso gibt es keine Aussage dazu, welche Maßnahmen getroffen werden, um das Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durchzusetzen.