21.06.2012

Geradeaus-Radfahrstreifen Fuhlsbüttler Straße

Von: Ulf Dietze
Eindeutige Führung für Radfahrende: Streifen in der Fuhlsüttler Straße Richtung Norden vor der Drosselstraße.
Eindeutige Führung für Radfahrende: Streifen in der Fuhlsüttler Straße Richtung Norden vor der Drosselstraße.
Der Bereich im ADFC Radatlas Hamburg.
Der Bereich im ADFC Radatlas Hamburg.

Fahrräder sind eben auch Fahrzeuge.

Der Barmbeker Bahnhof wird umfangreich umgebaut. Die Busse der zahlreichen Linien erhalten neue Abfahrtplätze, der U/S-Bahnhof bekommt einen weiteren Ausgang. Der Knoten Fuhlsbüttler Straße/Pestalozzistraße wandelt sich im Herbst 2011 zu einem Kreisverkehr. Die darin verbauten Radwege sind überflüssig und dementsprechend nicht benutzungspflichtig.

Richtig gut ist aber der Anschluss: Endlich ein geradeaus-Radfahrstreifen, der links von der Rechtsabbiegespur liegt. Diese Lösung gibt es in Hamburg erst in niedriger, einstelliger Zahl. Dabei ist seit vielen Jahren bekannt, dass diese Führung sinnvoll ist: Radfahrer fahren so wie es Autofahrer tun. Damit sind sie sichtbar, berechenbar und damit sicher.

Als Radfahrender auf der Fahrbahn vom Kreis im Wiesendamm, über den Kreis Pestalozzistraße via Radstreifen geradeaus fühlt man sich in der planerischen Gegenwart angekommen. Die nachfolgenden Radwege in der Fuhlsbüttler Straße werfen einen dann schnell in die Vergangenheit zurück. Das Internet hat aber noch Platz für eine weitere Folge dieser Serie. Da ist also noch Luft für weitere Radfahrstreifen.

Leichtsinnig verhalten sich übrigens einige Radfahrende, die den geradeaus-Streifen in Gegenrichtung befahren: Sie gefährden sich und andere! Mit der häufigeren Anwendung dieser Knotenpunktlösung steigt dann sicher auch die Kenntnis ihrer korrekten Nutzung.

 

[update, 25.06.2012] noch zwei Links zu Veröffentlichungen, die sich mit der einschlägigen Studie zur Sicherheit verschiedener Führungsformen im Knotenpunkt beschäftigen:

ECF Bicycle Research Report Nr. 37 vom Juni 1993 (PDF, 410 kb auf externem Server)