03.05.2015

Kreisverkehr Alfred-Mahlau-Weg/Gründgensstraße

Von: Ulf Dietze
Der benutzungspflichtiger Radweg aus Richtung Westen wird sehr kurz vor dem Tegelweg auf die Fahrbahn abgeleitet.
2009: Die Benutzungspflicht für den Radweg ist aufgehoben. Auf der Fahrbahn wird der Radverkehr allerdings an den Ampeln ausgebremst. Wer den nicht benutzungspflichtigen Radweg benutzt (rechts hinter den parkenden Autos und den Bäumen), ist aus Autofahrerperspektive kaum zu sehen.
Hinter Tegelweg und Busbucht führt der Schutzstreifen auf den nicht benutzungspflichtigen Radweg. Man darf auch auf der Fahrbahn weiterfahren.
Entsprechend gefährlich wird es für die Radler auf dem Radweg an den Einmündungen durch abbiegende Kfz.
Aus Richtung Osten wird der nicht benutzungspflichtige Radweg ebenfalls sehr knapp vor der Kreuzung abgeleitet.
August 2014: Kreisverkehr im Bau. Auch alle Bordsteine werden den neuen Erfordernissen angepasst.
Indirektes Abbiegen erfolgt über eine Wartetasche.
April 2015: So stellt sich der Kreisverkehrsplatz heute dar. Die Schutzstreifen der Gründgensstraße enden vor dem Kreis, damit Radfahrende sich mehr zur Mitte des Fahrstreifens hin einsortieren. Das ist wichtig, damit Autofahrer die Radfahrenden nicht direkt vor oder in dem Kreisverkehr überholen.
Dieser Kreisverkehrsplatz in den Planungsunterlagen des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer.

Im Zuge des Programms zur Busoptimierung wurde die gesamte Gründgensstraße neu gestaltet. Dabei wurden unter anderem drei Ampelkreuzungen durch Kreisverkehre ersetzt. Diese bringen auch dem Radverkehr einige Vorteile. Wir zeigen das am Beispiel Gründgensstraße/Alfred-Mahlau-Weg/Gropiusring und vergleichen die Situationen vorher und nachher.

Insgesamt erlauben die übersichtlichen Schutzstreifen und die Kreisverkehrsplätze statt der ehemals vorhandenen Ampeln eine deutlich zügigere Fahrt entlang der gesamten Gründgensstraße. Das gilt auch für drei weitere Kreuzungen, die ehemals beampelt waren und nun ohne Ampeln mit Mittelinseln ausgeführt sind. Die Maßnahmen sind daher aus Radfahrersicht ein erheblicher Fortschritt. Fußgänger können durch das Verlegen des Radverkehrs auf die Fahrbahn die nun erheblich breiteren Nebenflächen ungestört nutzen.