11.10.2015

Radfahrstreifen Nordheimstraße

Von: Ulf Dietze

Nordheimstraße und Steilshooper Allee sind hochbelastete Hauptstraßen. Auf einem Teilstück bekamen sie nun Radfahrstreifen.

Die Fotos zeigen eine Fahrt von Ost nach West. Zunächst geht es kurz vor dem Eichenlohweg vom Radweg auf einen Geradeausradfahrstreifen
Die Fotos zeigen eine Fahrt von Ost nach West. Zunächst geht es kurz vor dem Eichenlohweg vom Radweg auf einen Geradeausradfahrstreifen
Weiter führt der Radfahrstreifen vorbei an der Supermarktausfahrt
Weiter führt der Radfahrstreifen vorbei an der Supermarktausfahrt
Am Knoten mit der Meister-Francke-Straßen sind zwei Ampeln zu passieren
Am Knoten mit der Meister-Francke-Straße sind zwei Ampeln zu passieren
Der viel zu kleine Aufstellbereich zum indirekten Linksabbiegen in die Meister-Francke-Straße sollte nachgebessert werden
Der viel zu kleine Aufstellbereich zum indirekten Linksabbiegen (rote Pflasterung) in die Meister-Francke-Straße sollte nachgebessert werden
Hinter der Einmündung führt der Radfahrstreifen weiter und endet an der Sahlenburger Straße
Hinter der Einmündung führt der Radfahrstreifen weiter und endet an der Sahlenburger Straße

Anlass der Maßnahme war das Busoptimierungsprogramm für die Metrobuslinie 7.

Am östlichen Ende der Ausbaustrecke liegt der Knotenpunkt Steilshooper Allee/Eichenlohweg. Er hat gemäß Verkehrszählung vom 25.09.2012 ein Aufkommen von 47.834 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von 3,8%.

Die Bordsteine wurden beim Umbau nach außen versetzt, um den Platz des ehemaligen Hochbordradwegs für den Radfahrstreifen zu gewinnen. Neben anderen Veränderungen gibt es nun Radfahrstreifen. Auf der Nordseite verläuft der Streifen zwischen ca. 50 m östlich des Eichenlohwegs bis Sahlenburger Straße (360 m). Auf der Südseite der Fahrbahn beginnt der Radfahrstreifen etwa 80 m vor der Meister-Francke-Straße und geht bis zum Eichenlohweg (230 m).

Für die RadfahrerIn ergeben sich einige Vorteile: 

  • gute Sichtbeziehungen zu allen anderen VerkehrsteilnehmerInnen,
  • aus östlicher Richtung frühzeitige Ableitung auf die Fahrbahn und Einordnung in einen Geradeausradfahrstreifen,
  • beste Fahrbahnoberfläche,
  • keine Konflikte mehr mit FußgängerInnen,
  • kein Übersehen oder Weg-Blockieren durch Autofahrer an der Supermarkt-Ausfahrt.

Es fährt sich also jetzt zügig und übersichtlich entlang dieser vielbefahrenen Straße.

Problem indirektes Linksabbiegen

Nicht zufriedenstellend gelöst ist das Linksabbiegen für Radfahrende an der Meister-Francke-Straße. Dort sollen sie bis zur westlicheren der beiden Ampeln fahren und dann auf einen viel zu klein geratenen Aufstellbereich rechts neben der Fahrbahn wechseln, um mit der Fußgängergrünphase die Fahrbahn zu überqueren. Den Aufstellbereich erkennt man zu spät, er ist zu kurz und man muss schon während der Geradeausfahrt fast vollständig abbremsen, um auf ihm anhalten zu können – vollkommen unverständlich für nachfolgende RadfahrerInnen und nur möglich, wenn man das bereits kennt. – Entsprechend benutzen nun viele RadfahrerInnen spätestens ab der Supermarkt-Ausfahrt unerlaubterweise den Gehweg bis zur Ampel, an der sie dann die Straße in etwa so überqueren, wie es gedacht ist.

Die Radwege der Steilshooper Allee östlich des betrachteten Abschnitts gehören weiterhin zu den schlechtesten, die Hamburg zu bieten hat. Die Fortsetzung der Radfahrstreifen sollte daher möglichst bald erfolgen.