02.02.2017

Umgang mit Kopfsteinpflaster

Von: Andrea Kupke, Ulf Dietze

Kopfsteinpflasterfahrbahn in der Mitte asphaltiert (Frickestraße)

Die Frickestraße in Eppendorf endet südlich der Martinistraße als Sackgasse. Nun wurde in der Fahrbahnmitte ein 5 m breiter Streifen asphaltiert.

OSM
Frickestraße: Asphaltbahn auf Kopfsteinpflaster
Das südliche Teilstück der Frickestraße
Frickestraße Ecke Martinistraße
Frickestraße am südlichen Ende – Durchlass zur Tarpenbekstraße

Für Radfahrende war dieses Verbindungsstück zwischen Tarpenbekstraße (Ring 2) und der Martinistraße durch sehr unebenes Kopfsteinpflaster nahezu unbenutzbar. Radler mieden die Straße oder nutzten den Gehweg und störten damit die Fußgänger. Durch den Asphalt ist die Straße jetzt als Abkürzung nutzbar. An den Fahrbahnrändern parken die Autos weiterhin auf dem Pflaster. Am südlichen Ende ist der Durchlass gegen Falschparker gesichert.

Insgesamt ist dies eine gelungene Lösung im Umgang mit Kopfsteinpflaster: Der Charakter der Straße wird erhalten und die Fahrbahn gleichzeitig für Radverkehr gut nutzbar.

ADFC Bezirksgruppe Nord, 21.04.2016


Schutzstreifen aus Asphalt statt Kopfsteinpflaster (Hellbrookstraße)

In der Hellbrookstraße fahren RadfahrerInnen nun auf der Fahrbahn neben dem Kopfsteinpflaster.

vor dem Umbau: RadfahrerInnen im Mischverkehr auf dem Pflaster oder versteckt hinter den parkenden Autos auf dem Radweg
vor dem Umbau: RadfahrerInnen im Mischverkehr auf dem Pflaster oder versteckt neben den parkenden Autos auf dem Radweg

Im Teilstück der Hellbrookstraße zwischen Rübenkamp und Fuhlsbüttler Straße liegt Kopfsteinpflaster, das die Regionalpolitik auch erhalten wollte.

nach dem Umbau: RadfahrerInnen fahren im Sichtfeld der AutofahrerInnen auf den Schutzstreifen aus Asphalt.
nach dem Umbau: RadfahrerInnen fahren im Sichtfeld der AutofahrerInnen auf den Schutzstreifen aus Asphalt.

Anfang 2014 erhielt die Fahrbahn an beiden Rändern einen Schutzstreifen aus Asphalt. In den Nebenflächen wurde der Radweg zurückgebaut und den Parkplatzflächen bzw. dem Gehweg zugeschlagen. Insgesamt ist die Straße jetzt übersichtlicher als vor dem Umbau. Die Parkstände sind so breit, dass Radfahrende auf den Schutzstreifen genügend Seitenabstand zu abgestellten Autos halten können.

Autofahrerinnen halten gelegentlich in zweiter Reihe, so dass RadfahrerInnen über das Pflaster ausweichen müssen. Das erfordert vor allem bei nasser Fahrbahn besondere Aufmerksamkeit. Insofern gilt aus Radfahrersicht: Die Führung auf der Fahrbahn mit asphaltierten Streifen ist zwar erheblich besser als die Lage vor dem Umbau. Ein Asphaltieren der gesamten Fahrbahn wäre allerdings noch besser. Die Lösung mit Asphalt lediglich am Fahrbahnrand sollte also den Straßen vorbehalten bleiben, in denen das Kopfsteinpflaster unbedingt erhalten werden muss.

Andrea Kupke, 29.07.2014


gesamte Fahrbahn asphaltiert (Hellbrookstraße)

Fahrbahn aus Kopfsteinpflaster adfc hh/Ulf Dietze
Ort: Hellbrookstraße, Hamburg, zwischen Rübenkamp und Saarlandstraße Herausforderung: Kopfsteinpflaster Bildquelle: adfc hh/Ulf Dietze, 2010

Die Hellbrookstraße zwischen Rübenkamp und Saarlandstraße hatte ein sehr unebenes Kopfsteinpflaster. Die Radwege waren in erheblich beschädigtem Zustand und wurden regelmäßig zugeparkt.

Fahrbahn aus Asphalt, Schutzstreifen beidseitig adfc hh/Ulf Dietze
Hellbrookstraße zwischen Rübenkamp und Saarlandstraße, 2014 (asphaltiert wurde im Winter 2011/2012)

Mit dem Asphaltieren der gesamten Fahrbahn und dem Markieren von Schutzstreifen sind attraktive Radfahrmöglichkeiten entstanden.

Ulf Dietze


gesamte Fahrbahn asphaltiert (Lortzingstraße)

Kopfsteinpflasterstraße adfc hh/Ulf Dietze
Lortzingstraße vor dem Ausbau, 2009

Vor ihrem Ausbau war die Lortzingstraße nicht vernünftig mit dem Fahrrad nutzbar. Die Fahrbahn war sehr uneben und bei Nässe bestand Rutschgefahr. Der oft matschige Gehweg war zeitweilig für den Radverkehr verpflichtend, später optional freigegeben. Für FußgängerInnen, RadlerInnen, JoggerInnen und Hunde war es dort eng und nicht attraktiv.

Einige RadfahrerInnen fahren auf der Fahrbahn entlang der Lortzingstraße adfc hh/Ulf Dietze
Lortzingstraße 2016

2012 wurde die Lortzingstraße asphaltiert. Sie ist Teil der Veloroute 6 und gehört zu den beliebtesten Radfahrstrecken in Hamburg.

Ulf Dietze