06.12.2015

U-Burgstraße. Zweirichtungsradweg tiefergelegt

Von: Georg Sommer

Im Bereich der Haltestelle U-Burgstraße führt die Veloroute Radfahrende auf einem Zweirichtungsradweg. Um Konflikte zwischen Busfahrgästen und RadfahrerInnen zu vermeiden, wurde der Radweg deutlich abgesetzt.

Blick von der Burgstraße nach Osten. Haltestelle U-Burgstraße
Blick von der Burgstraße nach Osten. Haltestelle U-Burgstraße
Blick von Ost nach West. Furt über den Sievekingdamm
Blick von Ost nach West. Furt über den Sievekingdamm
Links die Bushaltestelle, rechts die U-Bahnhaltestelle Burgstraße
Links die Bushaltestelle, rechts die U-Bahnhaltestelle Burgstraße

Die Bauarbeiten der letzten Monate standen im Zusammenhang mit dem Busoptimierungsprogramm und dem Weiterbau der Veloroute 8. Diese Veloroute führt vom Rathaus bis nach Bergedorf, wobei der Abschnitt Rathaus bis Hammer Berg bereits realisiert ist.

Der Radweg hatte im Bereich U-Bahn Burgstraße bislang das gleiche Höhenniveau wie der Fußweg. Ein auf gleicher Ebene geführter Rad- und Fußweg führt leicht zu Konflikten, da Flächen für Fußgänger und Radfahrer nicht intuitiv als solche wahrgenommen werden. In der Folge warten Fahrgäste auf ihre Busse auf dem Radweg, Radfahrer befahren den Fußweg und umsteigende Fahrgäste zwischen Bussen und U-Bahn eilen quer über die Veloroute ohne ausreichend auf den zunehmenden Radverkehr zu achten.

Damit Konflikte möglichst ausbleiben, hat sich der ADFC für eine deutliche Trennung von Fußgängern und Radfahrern eingesetzt. Auf Vorschlag des ADFC wurden nun die Fuß- und Radwegbereiche mit unterschiedlichem Höhenniveau angelegt.

In der Neuplanung ist der Radweg auf Fahrbahnniveau in Asphaltbauweise geführt. Gehweg und Wartebereich liegen daneben und bleiben erhöht. Die Fahrgäste können die An- und Abfahrtsbereiche der Busse über abgesenkte Bordsteine an definierten Stellen erreichen. Die Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern werden so minimiert.

Wir begrüßen, dass die vom ADFC gewünschte Gestaltung in diesem Bereich weitgehend verwirklicht wird. Eine vom ADFC gewünschte Bevorrechtigung der querenden Fußgänger mittels Zebrastreifen wird zunächst jedoch nicht realisiert.

Ob sich eine solche in Hamburg neue bauliche Gestaltung als Lösung, insbesondere für konfliktreiche Bereiche wie Bushaltestellen bewährt, kann letztlich nur die Praxis zeigen. Die zusätzlichen mit Scheiben ausgefüllten Fußgängerschutzgitter minimieren für Fußgänger zwar die Konflikte. Sie haben aber den Nachteil, dass teilweise etwas umständlichere Wege zurückgelegt werden müssen. Deshalb sollten Radverkehrsführungen durch Wartebereiche von Haltestellen eine seltene Ausnahme bleiben.

Rote Einfärbung des Zweirichtungsradwegs

[Update, 08.12.2015]: Anfang Dezember ist auf dem Abschnitt vor der U-Bahnhaltestelle ein roter Belag ergänzt worden.