01.12.2014

Tegelweg/Am Luisenhof

Von: Ulf Dietze

Die Kreuzung Am Luisenhof/Tegelweg wurde im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms, Metrobuslinie 26, umgestaltet. Insbesondere galt es, Schäden an den Busbuchten zu beseitigen und die Länge der Buchten für Doppelgelenkbusse zu vergrößern. Die Ampeln wurden mit einem Busbeschleunigungsmodul ausgestattet und auf LED-Technik umgestellt. Die Nebenflächen wurden barrierefrei gestaltet. Für den Radverkehr wäre noch mehr möglich gewesen.

Der benutzungspflichtiger Radweg aus Richtung Westen wird sehr kurz vor dem Tegelweg auf die Fahrbahn abgeleitet.
Der benutzungspflichtiger Radweg aus Richtung Westen wird sehr kurz vor dem Tegelweg auf die Fahrbahn abgeleitet.
Hinter Tegelweg und Busbucht führt der Schutzstreifen auf den nicht benutzungspflichtigen Radweg. Man darf auch auf der Fahrbahn weiterfahren.
Hinter Tegelweg und Busbucht führt der Schutzstreifen auf den nicht benutzungspflichtigen Radweg. Man darf auch auf der Fahrbahn weiterfahren.
Aus Richtung Osten wird der nicht benutzungspflichtige Radweg ebenfalls sehr knapp vor der Kreuzung abgeleitet.
Aus Richtung Osten wird der nicht benutzungspflichtige Radweg ebenfalls sehr knapp vor der Kreuzung abgeleitet.
Indirektes Abbiegen erfolgt über eine Wartetasche.
Indirektes Abbiegen erfolgt auch hier über eine Wartetasche.

Westlich der August-Krogmann-Straße fahren rund 26.000 Kfz/24 h durch Am Luisenhof. Zu Spitzenzeiten halten bis zu 7 bzw. bis zu 10 Busse pro Stunde an den beiden Haltestellen.

Im Zuge des Umbaus der Kreuzung wurden die Radwege im Knoten zurückgebaut. Der Radverkehr wird nun auf Schutzstreifen geführt.

Lediglich aus Richtung Westen gibt es noch einen benutzungspflichtigen Radweg, auf dem Radfahrende an die Kreuzung gelangen könnten. Aus den anderen Richtungen fahren sie entweder auf der Fahrbahn oder – so sie das möchten – aus Richtung Farmsen auf einem nicht benutzungspflichtigen Radweg.

In West-Ost-Richtung bzw. Ost-West-Richtung ist jetzt für Radfahrende indirektes Abbiegen über eine Wartetasche vorgesehen, es sei denn, sie fahren auf der Fahrbahn. Dann ist auch direktes Linksabbiegen möglich. In Nord-Süd- und Süd-Nord-Richtung kann der Radfahrende bequem direkt nach links abbiegen, denn aus diesen Richtungen gibt es keine Radverkehrsanlagen und Radfahrende bewegen sich im Mischverkehr.

Kritik

Die Lage in diesem Knoten ist für Radfahrer besser als vor dem Umbau. Es wurden jedoch einige Chancen vertan, eine noch bessere Lösung zu gestalten.

Der ADFC hatte vorgeschlagen, die Schutzstreifen offen oder als Weiche enden zu lassen, damit die Wahlmöglichkeit deutlich wird, den Radweg oder die Fahrbahn zu benutzen. Eine vergleichbare Lösung gibt es seit kurzem in der Fuhlsbüttler Straße (Ostseite) Höhe Rübenkamp.

Die Ableitung des Radwegs auf die Fahrbahn hätte der ADFC gerne deutlich weiter vor der Kreuzung gesehen, damit Radfahrende sich im Richtungsfahrstreifen zum Linksabbiegen einordnen könnten. Die Ableitung ist jetzt so kurz vor der Kreuzung, dass das ausgeschlossen ist.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit hätten wir außerdem die Radfahrstreifen nach geradeaus links des Rechtsabbiegestreifens markiert. Damit wäre die unfallträchtige Problematik des sog. Toten Winkels zwischen nach rechts abbiegenden Kfz und geradeaus fahrenden RadfahrerInnen beseitigt worden.

Keinen dieser drei Vorschläge hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer in seine  Planung übernommen.