25.05.2014

Die Krausestraße braucht Radfahrstreifen

Von: Andrea Kupke, Ulf Dietze

Die Krausestraße verbindet Barmbek Nord mit Wandsbek. Sie kreuzt unter anderem Bramfelder Straße, Alter Teichweg und Denhaide. Es gibt in weiten Abschnitten keine Radverkehrsanlagen. Auch wo es solche gibt, besteht keine Benutzungspflicht. Radfahrende fahren also auf der Fahrbahn.

In der Krausestraße wird oft zweireihig auf einem Fahrstreifen gefahren.
In der Krausestraße wird oft zweireihig auf einem Fahrstreifen gefahren.
Viele Radfahrende haben Angst auf der Fahrbahn.
Viele Radfahrende fahren aus Angst auf dem Gehweg.
Platz für breite Radfahrstreifen wäre auf der Fahrbahn vorhanden.
Platz für breite Radfahrstreifen ist auf der Fahrbahn vorhanden.

Etwa 20000 Autos sind täglich auf dieser Straße unterwegs, darunter sind ca. 4 % Schwerlastverkehr. Die Fahrbahn ist durchgehend 9,5 m bis 10 m breit. Die Autos fahren auf je einer fünf Meter breiten Fahrspur meist in Zweierreihe nebeneinander (sog. unechte Zweistreifigkeit). Auf beiden Seiten parken Autos neben der Fahrbahn.

In den Augen vieler Radfahrender ist unbedingt etwas für den Radverkehr in der Straße zu tun. Denn angenehm ist es nicht unbedingt, hier auf der Fahrbahn zu fahren. Ein hoher Anteil Radfahrender fährt daher unerlaubterweise auf dem Gehweg, was Konflikte und Gefahren für Fußgänger erhöht. Unser Video zeigt die Situation auf der Fahrbahn.

Vorbild Alsterkrugchaussee

In der Alsterkrugchaussee wurde eine unechte Zweistreifigkeit vor wenigen Monaten mit Hilfe eines Radfahrstreifens zu Einspurigkeit ummarkiert. Ziel war neben der Förderung des Radverkehrs auch das Reduzieren von Unfällen zwischen den zu eng fahrenden Kfz.

Eine vergleichbare Lösung wünscht sich der ADFC für die Krausestraße. Die hat eine Fahrbahnbreite von 9,5 bis 10 Metern. Aus Sicht des ADFC können diese 5 m breiten Fahrstreifen aufgeteilt werden in 50 cm markierten Sicherheitsabstand zwischen Radfahrstreifen und parkenden Fahrzeugen, 1,50m breite Radfahrstreifen und eine Richtungsfahrbahn von 3 m Breite.

Nicht nur die Radfahrenden profitierten von Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Für Fußgänger entfielen mit ihnen die Konflikte mit den Radfahrenden, die derzeit noch aus Angst vor der Fahrbahn unerlaubterweise die Gehwege mitbenutzen. Selbst für Autofahrer wäre die Neuaufteilung des Straßenraums ein Gewinn, da das enge Nebeneinanderfahren der Autos bisher recht stressbelastet ist – das entfiele zukünftig komplett.

Seit 2013 prüft die Behörde für Bauen, Wirtschaft, Verkehr und Innovation, wie eine geeignete Lösung aussehen könnte.

Andrea Kupke, Ulf Dietze

Fahrraddemo auf dem Dulsberg

Die Initiative vom Dulsberger RAD-Schlag und den beiden Schulen in der Krausestraße und im Alten Teichweg fordert für den Alten Teichweg und die Krausestraße Lösungen mit Schutzstreifen bzw. Radfahrstreifen.

 

Fahrraddemo
Donnerstag, den 05. Juni 2014
Start: 15:15 Uhr an der Schule Alter Teichweg, Alter Teichweg 200.