13.10.2012

Verkehrsschilder (15)

Von: Stefan Eli
Hier liegt die Baustelle. (Karte: ADFC Radatlas Hamburg)
Baustelle Hudtwalckerstraße missachtet Radverkehr.
Bild 1
Baustelle Hudtwalckerstraße missachtet Radverkehr.
Bild 2
Baustelle Hudtwalckerstraße missachtet Radverkehr.
Bild 3
Baustelle Hudtwalckerstraße missachtet Radverkehr.
Bild 4
Baustelle Hudtwalckerstraße missachtet Radverkehr.
Bild 5
Baustelle Hudtwalckerstraße missachtet Radverkehr.
Bild 5

»Wenn schon, denn schon ...« Das mögen sich die Bauarbeiter in der Hudtwalckerstraße gedacht haben, als sie alles mögliche auf den Radweg packten.

An der Kreuzung Ludolfstraße / Kellinghusenstraße wird seit einigen Tagen die Fahrbahndecke erneuert. Bis auf die Sperrung des Einmündungsbereichs der Kellinghusenstraße dürfte der Radverkehr davon eigentlich nicht betroffen sein, da die zwar untermaßigen, aber trotzdem benutzungspflichtigen Radwege auf dem Hochbord verlaufen. Wie gesagt: Eigentlich ...

Der Raum auf dem Radweg ist einfach zu verlockend, um überzähliges Schilderzubehör zu lagern oder Schilder und Absperrgitter abzustellen.

Während anfangs in der Hudtwalckerstraße auf der Brücke über die Alster noch ein Haufen schwarzer Schilderfüße auf dem Radweg gelagert wurde und ihn damit in kompletter Breite blockierte, stand ein Tag später das Schild »Gefahrenstelle: Rollsplit« in einem der Schilderfüße (Bilder 1 und 2).

Während das Schild Autofahrer nur warnt, stellt es für Radfahrer, die das Schild auf dem Gehweg umfahren, eine tatsächliche Gefahrenstelle dar. Denn hinter der Hecke kommen von rechts Radfahrer, die dem Alsterlauf folgen und den Leinpfad weiter fahren möchten. Hier besteht akute Crash-Gefahr.

Mit ein wenig Nachdenken hätte man dieses Schild auf den freien Platz innerhalb der Fahrbahnverschwenkung stellen können. Dort hätte es weder motorisierten noch nicht-motorisierten Verkehr behindert.

Wenige Meter weiter folgt das Schild »Lichtzeichenanlage«. Zwar steht es nun am rechten Rand des Radwegs, ragt aber genau in Kopfhöhe weit in den Lichtraum hinein und stellt somit eine Gefahr für Radfahrer dar (Bild 3).

Doch noch hat man nicht alle Behinderungen und Gefährdungen hinter sich.

Wenige Meter weiter um die Kurve steht die Fußgängerampel. Diese wurde während der Bauzeit durch eine Baustellenampel ersetzt und der derzeit nicht benutzbare Überweg durch ein Absperrgitter blockiert. Beides steht natürlich auf dem eh schon schmalen Radweg oder so, dass es in den Radweg hineinragt. Gelenkige Radfahrer mit guter Radbeherrschung wählen hier den Radweg. Alle anderen müssen wohl – so wird es von den Bauarbeitern offensichtlich erwartet – über den Gehweg ausweichen (Bild 4).

Dass auf der gegenüberliegenden Seite Absperrgitter auf dem Radweg den nutzbaren Raum auf Lenkerbreite und weniger reduzieren sowie nicht ordentlich aufstellte Absperrgitter in den Radweg hineinragen, ist da nur eine Randnotiz (Bilder 5 und 6).