12.06.2012

ADFC unterstützt BUND-Kampagne "Hamburg atmet auf"

Von: Geschäftstelle
Zum Start der Kampagne sammeln Ehrenamtliche Unterschriften für die Petition

Hamburg ist als Metropole einer starken Belastung von Luftschad-stoffen ausgesetzt. Insbesondere der Straßenverkehr trägt dazu bei, dass die Atemluft von 220.000 Hamburgerinnen und Hamburgern mit dem gesundheitsschädlichen Reizgas Stickstoffdioxid (NO2) verschmutzt wird.

Deswegen startete der BUND gestern die Kampagne „HAMBURG ATMET AUF!“. Der ADFC Hamburg unterstützt die Kampagne. Denn auch Radfahrer sind im Straßenverkehr von den Schadstoffen betroffen. Gleichzeitig tragen sie durch die Wahl des Fahrrads als Transportmittel zur Reduktion der Werte bei. Eine nachhaltige Verkehrspolitik käme nicht nur den Radfahrern direkt zugute, sondern allen Bewohnern Hamburgs.

Die Kampagne beinhaltet verschiedene Module, setzt u. a. auf eine Volkspetition, Öffentlichkeitsarbeit mit Aktionen und ggf. eine Klage gegen die Stadt.

Gegen eine zu hohe Konzentration von NO2 hat die EU eine Richtlinie mit Grenzwerten erlassen, um die Bürgerinnen und Bürger vor Erkrankungen der Atemwege, chronischer Bronchitis und Herz-Kreislaufstörungen zu schützen. So darf seit Anfang 2010 im Jahresmittel in einem Kubikmeter Luft nicht mehr als 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid enthalten sein. Vor allem im Bereich des Hafens und an stark befahrenen Straßen liegt die Stickstoffdioxidbelastung deutlich über dem EU-Grenzwert. Anstatt zu handeln, hat der Senat jedoch eine Verlängerung bis zum Jahreswechsel 2014/2015 beantragt, um erst dann die Grenzwerte einhalten zu müssen.

Deshalb will der BUND Hamburg den Senat und Bürgerschaft der Hansestadt mit Hilfe einer Volkspetition dazu verpflichten, sich dem Thema Stickstoffdioxidbelastung zu stellen und geeignete Maßnahmen auf den Weg zu bringen.

Unterschriftenliste zum Download (PDF, 178 KB)
Flyer zur Kampagne zum Dowload (PDF, 308 KB)