06.03.2017

Velorouten aktuell

Von: Projektgruppe Velorouten

Informationen rund um das Thema Velorouten

Der Hamburger Senat möchte laut Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen »bis zum Ende der Wahlperiode« ein 280 Kilometer langes Veloroutennetz fertigstellen.

In diesem Online-Dossier fassen wir den aktuellen Stand rund um die Velorouten in Hamburg zusammen. Wir aktualisieren die Seite fortlaufend. 

Das Veloroutennetz

Die Karte zeigt den Sachstand vom Sommer 2015. Die aktuellen Routenverläufe sind bei Metaver und im Geoportal-Hamburg zu finden (siehe die Links im nebenstehenden Text)

Die BWVI hat ein Planungsnetz festgelegt, auf dem die Velorouten verlaufen werden. Die Infrastruktur auf diesen Strecken wird nun überplant und umgebaut – der heutige Zustand einer Strecke entspricht also noch nicht der fertigen Veloroute.

Das Planungsnetz bei Metaver und im Geoportal-Hamburg

Über den Routenfindungsprozess und den Einsatz des ADFC für eine hohe Routenqualität berichteten wir in der RadCity 6/2016.

Hintergrund

Das Netz umfasst 12 vom Rathausmarkt in die Bezirke verlaufende Velorouten sowie zwei »Ringrouten« nördlich der Elbe. Auf diesen Velorouten soll der Radverkehr sicher, bequem, entspannt und zügig fließen, ohne dass Radfahrende ständig dem Lärm und Gestank vieler Kfz ausgesetzt ist. Das Veloroutenkonzept soll das Fahrradfahren in der Stadt attraktiver machen, so dass der Radverkehr im Modal-Split verdoppelt wird, um »in den zwanziger Jahren auf 25 Prozent zu steigen« (Koalitionsvertrag SPD/Grüne, 2015). Ein Ziel, das der ADFC begrüßt und dessen Umsetzung er kritisch begleitet.


Termine

Vier Personen diskutieren vor einer Hamburgkarte und einem Schild "Velorouten" adfc hh/Ulf Dietze
Die ADFC-Projektgruppe Velorouten informiert auf der Messe

Infostand auf der ADFC Radreise-Messe | 26.02.17

Die ADFC Projektgruppe Velorouten war mit einem Infostand auf der ADFC Radreise-Messe in der Sporthalle Hamburg vertreten und informierte über Sinn und Zweck von Velorouten und deren Ausbaustand.

zur Messeseite


Podiumsdiskussion mit Fachvortrag | 10.11.16

Bis 2020 will der Senat 280 Kilometer Velorouten fertiggestellt haben. Aber was macht eine Veloroute aus? Velorouten sollen den Alltagsradverkehr bündeln, also die Hauptachsen des Radverkehrs in unserer Stadt werden. Welche Qualität wird dafür benötigt? Welche Standards sollten in der Planung, beim Bau und bei der Instandhaltung der Velorouten eingehalten sein?

Diese Veranstaltung besteht aus zwei Teilen: einem einleitenden Fachvortrag und der anschließenden Diskussion mit Fachleuten und dem Publikum. 

Fachvortrag

  • Jörg Thiemann-Linden ist Experte für Radverkehrsinfrastruktur. Er referiert über technische Standards und gibt einen Einblick in die politischen Herausforderungen seiner Arbeit.

Podiumsdiskussion

  • Ole Thorben Buschhüter, SPD-Bürgerschaftsfraktion
  • Käthe Fromm, Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
  • Jürgen Hanke, Polizei Hamburg, Verkehrsdirektion
  • Jörg Thiemann-Linden, Stadt- und Verkehrsplaner (SRL), Köln
  • Susanne Elfferding, ADFC Hamburg

Moderation: Anke Butscher, abcconsult

Donnerstag, 10.11.2016, 19 Uhr
Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, 21107 Hamburg

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

[update, 15.11.2016]: Fachvortrag, Filmbeispiele und ein Bericht von der Veranstaltung


adfc hh/ulf dietze
Rund 35 PolitikerInnen und ADFC-Aktive tauschten sich über Velorouten-Details aus

Ein Schild macht noch keine Veloroute | 23.09.16

Ende September lud die Projektgruppe Velorouten des ADFC PolitikerInnen zu einer Radfahrt ein. An sechs Haltepunkten auf Velorouten zeigte sie vor allem die positiven Aspekte der jeweiligen Planung. Auf die Qualität kommt es an: sichere Führung, attraktive Ampelschaltungen, komfortable Oberflächen und Wegbreiten ... 

Karte der gefahrenen Strecke

Auf einem Infoblatt fassen wir die wichtigsten Haltepunkte zusammen.


Was sind Velorouten?

Ein Radverkehrsnetz plant man heute »hierarchisch«. Es gibt dann bezirksübergreifende Velorouten, ergänzende Velorouten innerhalb des Bezirks, das normale Straßennetz und das sog. Nachbarschaftsnetz. Velorouten setzen sich meist aus ganz normalen Straßen zusammen: Tempo-30-Abschnitte, einem Weg durch einen Park (wie im Eilbekpark), eine am Ende offene Sackgasse, eine in beiden Richtungen befahrbare Einbahnstraße, eine Fahrradstraße usw. Ziel ist stets, eine längere attraktive und sichere Verbindung zu schaffen, die eine zügige Reisegeschwindigkeit erlaubt. (Position Velorouten des ADFC Hamburg)

Moderne Städte setzen sich zum Ziel, einen hohen Radverkehrsanteil zu haben. Denn jede Fahrt mit dem Rad dient der Gesundheit, reduziert Abgase, vermeidet Lärm. Kopenhagen, Amsterdam, Paris, London, New York: Hamburg ist nicht allein mit seinem Anspruch, »Fahrradstadt« zu werden. 


Zeitleiste des Koalitionsprojekts Velorouten

  • 10/16: BWVI und jeder Bezirk beschließen erste "Jahresvereinbarungen" (d. h. Planung- bzw. Bau von Teilabschnitten im Laufenden Jahr und prognostisch für die Folgejahre) 
  • Ende August 2016: Die Routenführungen sind in der BWVI abschließend diskutiert
  • Ende Juni 2016: Unterzeichnung des Bündnis für Radverkehr
  • 15.05.2016: Frist für die Bezirke, Stellungnahmen zu den Vorschlägen der BWVI zu Routenverläufen sowie zum Bündnis für Radverkehr abzugeben…
  • Februar bis April 2016 BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) stellt Pläne in Verkehrsausschüssen der sieben  Hamburger Bezirke vor
  • 01.10.2015 Kirsten Pfaue wird Hamburgs Radverkehrskoordinatorin
  • März 2015 Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen

Beispiele für Veränderungen

Hier werden wir ausgewählte gelungene und ggf. weniger gelungene Veränderungen darstellen, die sich durch den Bau der Velorouten ergeben. Sie wollen dazu beitragen? Schreiben Sie an veloroute@hamburg.adfc.de

Kontakt

Anregungen, Ergänzungen und Kommentare an die ADFC-Projektgruppe Velorouten:

veloroute@hamburg.adfc.de