18.05.2017

Velorouten aktuell

Von: Projektgruppe Velorouten

Informationen rund um das Thema Velorouten

Der Hamburger Senat möchte laut Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen »bis zum Ende der Wahlperiode« ein 280 Kilometer langes Veloroutennetz fertigstellen. In diesem Online-Dossier fassen wir den aktuellen Stand rund um die Velorouten in Hamburg zusammen.

Das Veloroutennetz

Die Karte zeigt das geplante Veloroutennetz (geoportal-hamburg.de, Mai 2017)

Die BWVI hat ein Netz von Velorouten festgelegt. Die Infrastruktur auf diesen Strecken wird nun überplant und umgebaut – der heutige Zustand einer Strecke entspricht also noch nicht der fertigen Veloroute.

Das Netz umfasst 12 vom Rathausmarkt in die Bezirke verlaufende Velorouten sowie zwei »Ringrouten« nördlich der Elbe. Auf diesen Velorouten soll der Radverkehr sicher, bequem, entspannt und zügig fließen, ohne dass Radfahrende ständig dem Lärm und Gestank vieler Kfz ausgesetzt ist. Das Veloroutenkonzept soll das Fahrradfahren in der Stadt attraktiver machen, so dass der Radverkehr im Modal-Split verdoppelt wird, um »in den zwanziger Jahren auf 25 Prozent zu steigen« (Koalitionsvertrag SPD/Grüne, 2015). Ein Ziel, das der ADFC unterstützt und dessen Umsetzung er kritisch begleitet.


Termine

Vier Personen diskutieren vor einer Hamburgkarte und einem Schild "Velorouten" adfc hh/Ulf Dietze
Die ADFC-Projektgruppe Velorouten informiert auf der Messe

Infostand auf der ADFC Radreise-Messe | 26.02.17

Die ADFC Projektgruppe Velorouten war mit einem Infostand auf der ADFC Radreise-Messe in der Sporthalle Hamburg vertreten und informierte über Sinn und Zweck von Velorouten und deren Ausbaustand.

zur Messeseite


Podiumsdiskussion mit Fachvortrag | 10.11.16

Veranstaltung mit Fachvortrag und anschließender Diskussion, 10.11.2016, 19 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

Bericht über die Veranstaltung

Jörg Thiemann-Linden referiert als Experte für Radverkehrsinfrastruktur über technische Standards und gibt einen Einblick in die politischen Herausforderungen seiner Arbeit.

Podiumsdiskussion

  • Ole Thorben Buschhüter, SPD-Bürgerschaftsfraktion
  • Käthe Fromm, Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
  • Jürgen Hanke, Polizei Hamburg, Verkehrsdirektion
  • Jörg Thiemann-Linden, Stadt- und Verkehrsplaner (SRL), Köln
  • Susanne Elfferding, ADFC Hamburg

Moderation: Anke Butscher, abcconsult

Für die Diskussion konkreter Beispiele hat der ADFC vorab drei kurze Filme produziert:

An der Alster
Veloroute 6
Elbbrücken

adfc hh/ulf dietze
Rund 35 PolitikerInnen und ADFC-Aktive tauschten sich über Velorouten-Details aus

Ein Schild macht noch keine Veloroute | 23.09.16

Ende September lud die Projektgruppe Velorouten des ADFC PolitikerInnen zu einer Radfahrt ein. An sechs Haltepunkten auf Velorouten zeigte sie vor allem die positiven Aspekte der jeweiligen Planung. Auf die Qualität kommt es an: sichere Führung, attraktive Ampelschaltungen, komfortable Oberflächen und Wegbreiten ... 

Karte der gefahrenen Strecke

Auf einem Infoblatt fassen wir die wichtigsten Haltepunkte zusammen.


Hintergrund: Was sind Velorouten?

Ein Radverkehrsnetz sollte »hierarchisch« aufgebaut sein. Es gibt dann bezirksübergreifende Velorouten, ergänzende Velorouten innerhalb des Bezirks, das normale Straßennetz und das sog. Nachbarschaftsnetz. Insgesamt ist das Ziel, sichere Radverkehrsverbindungen für jeden anzubieten. Das schafft der VerkehrsteilnehmerIn – egal ob jung oder alt – eine wirkliche Wahl: Nehme ich jetzt das Fahrrad oder doch das Auto, nehme ich den Bus oder gehe ich zu Fuß? Heute setzen sich viele auch deshalb ins Auto, weil sie für sich keine Alternative sehen. Letztlich ist die Erhöhung des Radverkehrsanteils das Ziel. Denn das reduziert die Luftverschmutzung und die Lärmemissionen, erhöht die Verkehrssicherheit, reduziert Parkplatzbedarf – und sorgt letztlich auch für jenen Platz, den der notwendige Anteil des Autoverkehrs benötigt.

Velorouten setzen sich meist aus ganz »normalen« Straßen zusammen: Tempo-30-Abschnitte, ein Weg durch einen Park (wie im Eilbekpark), eine am Ende offene Sackgasse, eine in beiden Richtungen befahrbare Einbahnstraße, eine Fahrradstraße usw. So entsteht eine längere attraktive und sichere Verbindung, die eine zügige Reisegeschwindigkeit erlaubt. (Position Velorouten des ADFC Hamburg)


Zeitleiste des Koalitionsprojekts Velorouten

  • 5/17: Die Routenführung für das geplante 280 km umfassende Netz ist abgestimmt. Die BWVI gibt eine Auswahl der geplanten Maßnahmen (PDF) bekannt.
  • 10/16: BWVI und jeder Bezirk beschließen erste "Jahresvereinbarungen" (d. h. Planung- bzw. Bau von Teilabschnitten im Laufenden Jahr und prognostisch für die Folgejahre) 
  • Ende August 2016: Die Routenführungen sind in der BWVI abschließend diskutiert
  • Ende Juni 2016: Unterzeichnung des Bündnis für Radverkehr
  • 15.05.2016: Frist für die Bezirke, Stellungnahmen zu den Vorschlägen der BWVI zu Routenverläufen sowie zum Bündnis für Radverkehr abzugeben…
  • Februar bis April 2016 BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) stellt Pläne in Verkehrsausschüssen der sieben  Hamburger Bezirke vor
  • 01.10.2015 Kirsten Pfaue wird Hamburgs Radverkehrskoordinatorin
  • März 2015 Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen

Beispiele für Veränderungen

Hier werden wir ausgewählte gelungene und ggf. weniger gelungene Veränderungen darstellen, die sich durch den Bau der Velorouten ergeben. Sie wollen dazu beitragen? Schreiben Sie an veloroute@hamburg.adfc.de

Kontakt

Anregungen, Ergänzungen und Kommentare an die ADFC-Projektgruppe Velorouten:

veloroute@hamburg.adfc.de