20.08.2012

Veloroute 6: Nadelöhr beseitigt

Von: Michael Prahl
Der im Text beschriebene Teil der Veloroute auf der Karte.
Statt des gemeinsamen Geh- und Radwegs zwischen Mauer und Brückenpfeilern nun ein Zweirichtungsradweg auf ehemaligen Autoparkplätzen. So sieht die Verbindung vom Park zur Kreuzung Krausestraße/Eilbektal jetzt aus.

Veloroute von Hinschenfelde via Dulsberg ins Centrum

Die für den Radverkehr wichtige Route im Eilbektal ist auf dem Abschnitt vom S-Bahnhof Friedrichsberg (Krausestraße) bis zur Uferstraße (Ecke Von-Essen-Straße) deutlich verbessert worden. Insbesondere das leidige und gefährliche Nadelöhr mit der Bushaltestelle unter der Unterführung am Bahnhof erhielt die doppelte Breite und damit je einen zumutbaren Weg für Rad- und Fußgängerverkehr.  Hier prangt allerdings noch das alte Verkehrszeichen 240+Zusatzschild (gemeinsamer Geh- und Radweg, in Gegenrichtung zugelassen), das ein Update zwingend verdient hätte.

Eine der neuen Abstellanlagen.

Außerdem wurden zwei großzügige Radabstellanlagen mit Bügeln installiert, die allerdings bis jetzt kaum angenommen werden. Der Grund dafür mag die abseitige und abends unbeleuchtete Lage sein. Nach wie vor bevorzugen Radler das Fußgängergitter an der Krausestraße.

Am Schutzgitter angeschlossene Fahrräder würden den Radverkehr behindern. Darum ist das Abstellen hier verboten.

Am neuen Absperrgitter im Bereich unter der Unterführung sollen keine Räder abgestellt werden, wie eine Schilderserie ausdrücklich fordet.

Der Weg durch den Park ist nun deutlich breiter als zuvor. Welche Seite für Radfahrende und welche für FußgängerInnen gedacht ist, das verdeutlichen jetzt Piktogramme auf der Fahrbahn.

Der neu asphaltierte und verbreiterte Weg den Park entlang der Klinik erhielt eindeutige Fahrbahnmarkierungen neben dem Mittelstreifen. Nun sollten Radler und Fußgänger wissen, auf welcher Seite des weißen Strichs sich sich aufhalten sollen. Zuvor herrschte oft Unsicherheit bei der Wahl der Fahrspur – viele nahmen einfach generell die rechte Spur ohne das Zeichen 241-30/31 (getrennter Geh- und Radweg mit Radweg linksseitig/rechtsseitig) genauer zu studieren.

Die neue Sprunginsel erleichtert das Überqueren der Friedrichsberger Straße.

Der Park endet an der Friedrichsberger Straße, von wo man über eine neue »Sprunginsel«  als Querungshilfe in die vollkommen sanierte Lortzingstraße übersetzt. Neben einer Stadtrad Station erhielt der Straßenzug nach mehr als hundert Jahren Matschweg und Kopfsteinplaster endlich einen gepflasterten Gehweg und eine Asphaltschicht sowie den Adelstitel »Fahrradstraße«. So rollt es sich nun enspannt und zügig bis zur Von-Essen-Straße und über neu angelegte Kreuzungsbereiche in die Uferstraße. Ab hier war die Situation mit freigegebener Einbahnstraßenregelung ohnehin in Ordnung.

Senator Frank Horch bei der offiziellen Eröffnung der Fahrradstraßen am 20.08.2012.
Hübsch ist das nicht ...

[Update, 24.08.2012] Das oben noch erwähnte falsche Verkehrsschild ist inzwischen korrigiert. Das Schutzgitter hat eine Metallverschalung erhalten, damit niemand dort sein Rad anschließen kann. Es sieht ein wenig aus wie Radfahren mit Bande ...