Austausch IG Walddörferstraße und ADFC am 10.03.2016

Am 10. März 2016 trafen sich je zwei Vertreter der IG Walddörferstraße und des ADFC Hamburg zu einem Meinungsaustausch. Konsens bestand darüber, dass Wohnungen und Geschäfte in der Walddörferstraße auch nach einer Umgestaltung mit dem Auto und dem Lkw erreichbar sein müssen.

Die IG bevorzugt allerdings statt der Umsetzung einer Fahrradstraße in der Walddörferstraße einen Ausbau des Wandsewanderwegs, der sich dafür besonders eigne. Der ADFC hebt hervor, welche Anforderungen an eine solche Veloroute zu stellen seien (ganzjährige Befahrbarkeit auch bei schlechtem Wetter, auch bei Dunkelheit, Verträglichkeit mit den Interessen anderer ParkbenutzerInnen und Verträglichkeit für die Umwelt, gute Übergänge, wo Straßen zu queren sind). Der ADFC bezweifelte, dass der Wandsewanderweg in dieser Form hergestellt würde. Davon abgesehen sei auch bei Ausbau des Wandsewanderwegs die Situation für den Radverkehr in der Walddörferstraße gegenüber dem heutigen Stand zu verbessern, weil dort weiterhin Quellen und Ziele des Radverkehrs lägen.

Von Seiten der IG Walddörferstraße wurden Sorgen geäußert, dass zukünftig die 40-Tonner-Lkws noch größere Schwierigkeiten haben könnten als heute, ihre Ziele in der Walddörferstraße zu erreichen. Befürchtet werden außerdem Umsatzrückgänge, die bei ausbleibendem Durchgangsautoverkehr zu erwarten seien. Daher ist die IG Walddörferstraße gegen Abbiegegebote im Verlaufe der Walddörferstraße. Der ADFC teilte die Befürchtungen um Umsatzeinbrüche nicht, sondern sieht auch Vorteile für die Betriebe im Zusammenhang mit einem aufgewerteten Straßenbild und einer Zunahme des Radverkehrs. Beide Seiten waren sich aber einig, dass letztlich keiner im Voraus wissen könne, ob sich die Folgen einer Auto-Durchgangssperre negativ oder positiv auf die Mehrheit der Geschäfte auswirken. Der ADFC hält allerdings die Durchfahrsperre im Verlauf der Straße für wichtig, um den Autodurchgangsverkehr herauszunehmen. Denn dadurch werde die Straße für Radfahrende erheblich sicherer.

Das Gespräch zeigte, wo derzeit die »schwierigen« Themen liegen. Die Diskutanten waren sich einig, dass in der weiteren Diskussion mit allen beteiligten PolitikerInnen und PlanerInnen hierfür gute Lösungen gefunden werden sollten.