07.12.2015

Wandsbeks Radverkehrsnetz

Von: Ulf Dietze
Das bis 2019 umsetzbare Zielnetz mit den Routen A, B, C (lila) und den »Senatsrouten« (rot) (Karte: ARGUS)

Im Auftrag des Bezirks hat ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung ein Netz von Velorouten für Wandsbek erarbeitet. Begleitet wurde der Prozess durch mehrere Sitzungen des Wandsbeker Fahrradforums, in dem unter anderem Behördenvertreter, PolitikerInnen, Polizei/Straßenverkehrsbehörde, ADAC und ADFC saßen.

Routenfindung

Wichtiges Datenmaterial ergab zunächst eine Auswertung aller Unfälle mit RadfahrerInnenbeteiligung in den Jahen 2009-2013 im Bezirk Wandsbek. Hinzu kam eine Online-Befragung mit mehreren tausend Mängelmeldungen durch Radfahrende. Diese Daten wurden über die Karte des Bezirks gelegt und zeigten in einer »heat map«, wo besondere Problemlagen bestehen.

ARGUS ergänzte diese ersten Hinweise auf mögliche und nötige Verbesserungen im Radverkehrsnetz mit einer Siedlungsstrukturanalyse. Quellen und Ziele von Verkehr, also z. B. Schulen und Einkaufszentren wurden darin berücksichtigt. Außerdem sollten die neuen Strecken, nicht zu nah an den schon von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) geplanten »Senatsrouten« verlaufen.

Insgesamt ergab sich damit ein Zielnetz von zunächst drei Routen (A, B, C). Für den Bau setzt ARGUS einen Zeitplan bis 2019 an. Mögliche weitere Routen sind daher erst grob angedacht.

Sichere Radverkehrsführungen

Aus Gründen der Verkehrssicherheit setzt Argus bei den Routen auf Tempo 30 oder fahrbahnnahe Führung auf Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Hinzu kommen Elemente wie Fahrradstraßen oder Kreisverkehrsplätze. Diese Detailplanung erfolgt aber erst dann, wenn die Fraktionen der Wandsbeker Bezirksversammlung Grünes Licht gegeben haben. 

Wandsbeks bezirkliche Veloroute A (Karte: ARGUS)
Wandsbeks bezirkliche Veloroute B (Karte: ARGUS)
Wandsbeks bezirkliche Veloroute C (Karte: ARGUS)