03.03.2017

Verkehrsbericht 2016

Von: Ulf Dietze
Auto mit stark beschädigter Front adfc hh/Ulf Dietze

Am 2. März 2017 stellte die Behörde für Inneres und Sport den Verkehrsbericht 2016 vor. In ihm ist die statistische Auswertung der Verkehrsunfälle des Jahres 2016 für den Bereich Hamburg zu finden.

Verkehrsunfälle insgesamt: 68.404

davon Unfälle mit Personanschaden: 7796 (9830 Personen)

davon Getötete: 29

  • 11 Pkw- und Lkw-Insassen
  • 9 Motorrad-/MofafahrerInnen)
  • 6 FußgängerInnen
  • 3 Radfahrende

Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung: 3230 (- 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr); Radfahrende sind demnach an 4,72 % aller Unfälle, die in Hamburg passieren, beteiligt. Bei diesen Unfällen wurden 2412 Radfahrende verletzt (+ 2,1 % gegenüber Vorjahr).

»Seit drei Jahren bleibt die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern trotz weiter zunehmendem Radverkehr auf nahezu gleichbleibendem Niveau. 2016 ereigneten sich 3.230 Verkehrsunfälle, zwölf weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Verunglückten stieg um 50 auf 2.412 an, drei von ihnen starben; die weit überwiegende Zahl (2.192) verletzte sich leicht. Im Jahr 2015 waren noch 17 schwerverletzte Radfahrer mehr zu verzeichnen.« (Pressemitteilung der Behörde für Inneres und Sport, 02.03.2017)

»Keine wesentlichen Veränderungen gab es bei den Hauptunfallursachen. Nach wie vor sind überhöhte Geschwindigkeit und mangelnder Sicherheitsabstand die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle in Hamburg. Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden wurden in 1.819 von 7.796 Fällen (23,3 %) diese Hauptunfallursachen festgestellt. Weitere häufige Unfallursachen sind: Vorfahrts- und Rotlichtverstöße, Fehler beim Einfahren, Wenden oder Rückwärtsfahren sowie Fehler beim Abbiegen. Überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung und Fehler beim Abbiegen waren auch Auslöser der besonders tragischen Unfälle des vergangenen Jahres, bei denen ein kleiner Junge in den Vier-und Marschlanden, eine 19-jährige Radfahrerin in Wandsbek und eine vierköpfige Familie auf der A1 getötet wurden.« (ebd.)

Bereits im Vorjahr erklärte die Behörde:

»Nach den Feststellungen der Polizei treten im Mischverkehr oder auf Radfahr- und Schutzstreifen geführtem Radverkehr aufgrund der verbesserten Sichtbeziehungen an Kreuzungen, Einmündungen und Grundstückseinfahrten und -ausfahrten weniger Unfälle auf. Die Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn ist daher unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit grundsätzlich als positiv zu bewerten.« Behörde für Inneres uns Sport, 10.05.2016, Drucksache 21/4315

FHH/BiS
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