ADFC Hamburg Newsletter Nr. 51
     
 

NEWSLETTER

Ausgabe 51 vom 18.04.2020

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Liebe Leser*innen,

die Distanz von 1,5 Meter zu anderen Menschen ist auch auf dem Fahrrad zwingend vorgeschrieben. Leider ist dies auf Hamburgs Radwegen nahezu unmöglich. Obwohl bei Nichteinhaltung des Mindestabstands sogar ein Bußgeld droht, beharrt die Verwaltung unverständlicherweise auf starren, am Autoverkehr orientierten Strukturen.

Das Wetter ist klasse und lädt immer mehr Menschen – auch aufgrund der befürchteten Ansteckungsgefahr in den öffentlichen Verkehrsmitteln - zum Radfahren ein. Demgegenüber hat der Autoverkehr in Hamburg spürbar nachgelassen. Die oft viel zu schmalen Radwege sind häufig so stark frequentiert, dass „social Distancing“ kaum möglich ist. Wie in anderen Städten bereits umgesetzt, schlägt der ADFC Hamburg während der Corona-Zeit die Einrichtung von Popup-Bikelanes auf der Kieler Straße, der Stresemannstraße und der Elbchaussee vor. Durch diese schnell und unkompliziert umzusetzende Maßnahme ließe sich der aktuell freie und ungenutzte Platz im Straßenraum temporär umverteilen, damit er den Verkehrsteilnehmenden zu Gute kommt, die ihn benötigen. Obwohl offensichtlich ist, dass Radfahrer*innen und Fußgänger*innen aktuell mehr Platz benötigen, sieht die Verkehrsbehörde keinen Handlungsbedarf!

Eine Lockerung der Corona bedingten Einschränkungen ist in Sicht. Jedoch müssen wir zunächst noch einmal  alle Veranstaltungen inklusive der Radtouren bis einschließlich 3. Mai absagen. Die Fahrradsternfahrt entfällt in diesem Jahr leider komplett. An dieser Stelle möchten wir eine kleine Korrektur unseres letzten Newsletters vornehmen. Wir bieten GPX-Tracks zu den ADFC Hamburg Radtouren auf unserer Homepage zum Download an, aber leider noch nicht für alle Touren.

Bleibt gesund!

     
   

Fahrradclub fordert:
Gebt den Elbtunnel frei

Seit dem 4. April ist der Alte Elbtunnel in St. Pauli nicht nur – wie seit Juni 2019 – für Autofahrer*innen komplett, sondern auch für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen an Wochenenden gesperrt. Begründung: Die Menschen, vor allem die vielen Ausflügler*innen, könnten in der knapp vier Meter breiten Tunnelröhre die während per Corona-Pandemie vorgeschriebenen Sicherheitsabstände nicht einhalten. Veranlasst hat diese Sperrung die Hamburg Port Authority (HPA), die den Alten Elbtunnel managt, auf Anweisung des Senats. Wir haben Amrey Depenau, Fahrrad-Aktivistin aus Wilhelmsburg, gefragt, was sie davon hält.  mehr...

       
   

Das Gitter muss weg!

Die Hamburger Verkehrsbehörde feiert auf Twitter die Eröffnung der neuen Fuß- und Radverkehrsbrücke im Eppendorfer Haynspark. Statt dem erwarteten Beifall gibt es aber Hohn und Spott. Denn: An beiden Seiten der Brücke installierte das ausführende Bezirksamt Nord sogenannte Umlaufsperren (auch »Drängelgitter« genannt), die eine Durchfahrt für Radfahrende verhindern. Die neue Brücke im Verlauf des Alsterwanderweges ist endlich fertig, während der Bauphase war sie bereits einmal zusammengebrochen. Aber auch jetzt müssen Zwillingskinderwagen, Fahrräder mit Anhänger oder Lastenräder leider Umwege fahren.  mehr...

       
   

Trauer über getötete Radfahrerin

Am Dienstag, den 7. April, wurde am frühen Morgen in Hamburg-Winterhude eine 35-jährige Radfahrerin durch einen rechtsabbiegenden Lkw-Fahrer getötet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befuhr sie die Meenkwiese vom U-Bahnhof Lattenkamp kommend auf dem Radfahrstreifen und hielt an der Rotlicht zeigenden Ampel rechts neben dem Lastwagen. Der Radfahrstreifen liegt an dieser Stelle rechts des Fahrstreifens, den Autofahrer*innen für das Rechtsabbiegen nutzen. Als die Radfahrerin bei Grün weiter auf der Meenkwiese geradeaus fahren wollte, bog der Lkw-Fahrer nach rechts in die Bebelallee ab und überfuhr sie dabei.  mehr...

       
   

Umfrage zur Lastenradnutzung

Die Fragen richten sich sowohl an Personen, die bereits ein Lastenrad besitzen, als auch an solche, die das noch nicht tun. Diese Umfrage wird durch die HafenCity Universität Hamburg für das Projekt Cities4People durchgeführt. Mit der Umfrage möchte Cites4People erfahren, wie Lastenräder in Hamburg genutzt werden und wie die Infrastruktur für Lastenräder wahrgenommen wird.  mehr...

       
   

Bettelampeln jetzt abschalten

Der Fahrradclub fordert die Verkehrsbehörde auf, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen mehr automatisch grünes Licht zu geben. Seit 2005 gibt es in Hamburg sogenannte Bettelampeln. Das sind Lichtsignalanlagen an Kreuzungen, bei denen Radfahrende und Fußgänger*innen erst eine sogenannte Anforderungstaste drücken müssen, um Grün zu erhalten – und zwar selbst dann, wenn der parallel fahrende Autoverkehr ohnehin Grün erhält. Umgekehrt erhält »selbstverständlich« der Autoverkehr automatisch Grün, wenn es Fuß- oder Radverkehr angefordert haben.  mehr...

 
 

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