Forderungen von Fahrradwirtschaft und ADFC zur Bundestagswahl

 

Anlässlich des Weltfahrradtags am 3. Juni 2021 fordern ADFC und die Verbände der Fahrradwirtschaft eine konsequente Umsetzung der Verkehrswende für das Fahrrad in der nächsten Legislaturperiode.

 

Frau mit Kind auf dem Rad in der Stadt unterwegs
Fahrradfahren in der Stadt © ADFC / Westrich

Der Bundesverband Zukunft Fahrrad (BVZF), der Verbund Service und Fahrrad (VSF), der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und der ADFC haben konkrete verkehrs- und wirtschaftspolitische Forderungen formuliert, um die fahrradfreundliche Verkehrs- und Klimawende voranzutreiben.

„Wir fordern von der nächsten Koalition ein klares Bekenntnis zum Fahrrad und eine beherzte Abkehr von der autozentrierten Förder- und Wirtschaftspolitik. Deutschland kann nur ein Fahrradland werden, wenn das Auto nicht mehr künstlich aufgepäppelt wird“, sagt Ralf Puslat. Er ist im ADFC-Bundesvorstand für das Thema Industrie zuständig.

Modal-Split bis 2030 auf 30 Prozent

Die Verbände fordern von der Bundesregierung konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen, damit sich der Radverkehrsanteil am Modal-Split bis 2025 auf 20 Prozent und bis 2030 auf 30 Prozent erhöht. Der Bund ist aufgefordert, die entsprechenden rechtlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Ressourcen und Rahmenbedingungen zu schaffen. Zudem ist ein Aktionsplan notwendig, der den Nationalen Radverkehrsplan mit konkreten Maßnahmen und messbaren Zielen stützt.

Neues Straßenverkehrsgesetz

Das der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) übergeordnete Straßenverkehrsgesetz (StVG) muss völlig neu aufgesetzt werden. Es ist einseitig auf die Bedürfnisse des Kfz-Verkehrs ausgerichtet und verhindert lebenswerte Städte und Gemeinden. Im Straßenverkehrsgesetz müssen u. a. die Vision Zero sowie Klima-, Umweltschutz- und Gesundheitsziele verankert werden.

Gleichzeitig müssen die StVO und die Verwaltungsvorschrift angepasst werden – und beispielsweise jeglicher Begründungszwang für die Einrichtung von Radverkehrsanlagen wegfallen und Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit eingeführt werden. Richtlinien und Regelwerke, wie die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA), müssen ebenfalls angepasst werden.

Außerdem fordern die Verbände von der Bundesregierung, eine Abkehr von der autozentrierten Förder- und Wirtschaftspolitik sowie eine deutliche Stärkung des Fahrradstandortes Deutschland.

ADFC-Aktionsplan So geht #Fahrradland

Der ADFC hat seine zentralen Forderungen zur Bundestagswahl 2021 in seinem Aktionsplan erläutert. Im Zentrum der Forderungen stehen eine grundlegende Reform von Verkehrsrecht und Regelwerken, eine Erhöhung der Bundesmittel für Radverkehrsinfrastruktur auf mehr als das Doppelte und die Gründung eines Bundesinstituts für Radverkehrsforschung. 

ADFC-Aktionsplan So geht #Fahrradland

 


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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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