Neues aus den Bezirken: Bergedorf

 

Nicht erst seit der Bürgerschaftswahl im letzten Jahr ist die Verkehrssituation auf Hamburgs Straßen und Radwegen in aller Munde. Was hat sich seither in den Bezirken aus Sicht der Radfahrenden verändert, verbessert, verschlechtert? Heute: Bergedorf.

 

Situation am Oberen Landweg
Vier Spuren für den Kraftverkehr am Oberen Landweg. Eigentlich gibt es also genug Platz für eine angemessene Führung von Rad- und Fußverkehr an der Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke. © Reinhold Reumann - ADFC Hamburg

Engstelle Oberer Landweg, Eisenbahnbrücke

Zur Durchfahrt unter der Eisenbahnbrücke von Nord nach Süd steht nur ein gemeinsamer, 1,3 Meter breiter Rad- und Gehweg zur Verfügung. Ein Vorbeikommen ist nur möglich, wenn freundliche Fußgänger*innen sich mit dem Rücken an die Wand stellen. Erschwerend kommt hinzu, dass von Süden entlang des Nettelnburger Landwegs nur auf der linken Seite ein benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg vorhanden ist, der kurz vor der Brücke endet. Sehr viele Radfahrer*innen fahren dann auch in der falschen Richtung auf dem viel zu schmalen Weg unter der Brücke hindurch weiter.

Das Ärgernis besteht nun seit mehr als dreißig Jahren, und obwohl die Behörde hier Änderungsbedarf sieht und der Ausbau des Oberen Landwegs im Bündnis für Radverkehr als Zuführung zur Veloroute 9 für die Stadtteile Neuallermöhe-Ost und Nettelnburg ausdrücklich erwähnt wird, ist bis jetzt nichts passiert.

Schleusengraben-Radweg

Auf der Westseite des Schleusengrabens ist seit Jahren ein Radweg geplant, der die neuen Wohngebiete Glasbläserhöfe, Schilfpark (mit Brücke über den Schleusengraben) und Weidensteg kreuzungsfrei an den Bahnhofsvorplatz und damit an das Bergedorfer Zentrum anbinden soll. Der Weg war den Bewohnern*innen des neu errichteten Wohngebiets Glasbläserhöfe versprochen worden, doch bislang ist weder von dem Radweg noch von der versprochenen Brücke etwas zu sehen.

 

 

Grundsanierung des Straßenzugs Binnenfeldredder – Habermannstraße – Am Beckerkamp – Sander Damm

Der erste Abschnitt mit dem Binnenfeldredder und den beiden Kreisverkehren am Röpraredder und der Habermannstraße wurde 2019 fertiggestellt, im zweiten Abschnitt bis zum Lohbrügger Markt im Januar 2021. Im Binnenfeldredder wurden aus Platzgründen nur Schutzstreifen von 1,5 Metern angelegt. Im weiteren Verlauf der Strecke sind 2,25 Meter breite Radstreifen vorgesehen. Die beiden Kreisel sind, genau wie das kurze Stück dazwischen, für Mischverkehr konzipiert.

Aktuell regt sich durchaus Widerstand gegen diese für Bergedorf neuen Lösungen. Dieser Kritik müssen wir uns stellen, auch weil das neue Konzept aus unserer Sicht eine deutliche Verbesserung darstellt.

Ausbau der Veloroute 9 in der Kurt-A.-Körber-Chaussee

Der Ausbau wurde auf einer Länge von einem Kilometer durchgeführt. Dies ist bisher der einzige substanzielle Ausbau einer Veloroute im Bezirk Bergedorf. Um den gesunden, alten Baumbestand zu erhalten, wird der Radverkehr größtenteils auf abgesetzten Radwegen hinter den Bäumen entlanggeführt. Insgesamt bedeutet das trotzdem eine deutliche Verbesserung für den Radverkehr. Kritik gibt es dort aktuell nur von Autofahrer*innen, da die Hälfte der öffentlichen Parkplätze weggefallen ist.

Reinhold Reumann

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen RadCity 01/2021

Komm in die Bezirksgruppe Bergedorf

Hilf uns, Bergedorf fahrradfreundlicher zu gestalten!

https://hamburg.adfc.de/neuigkeit/neues-aus-den-bezirken-bergedorf

Ich möchte mehr Platz fürs Rad!

Ich möchte als UnterstützerIn dabei sein:

Persönliche Daten

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Wie erreiche ich den ADFC Hamburg?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Hamburg e.V.
    Koppel 34-36
    20099 Hamburg

    Telefon: +49 40 39 39 33
    Fax: +49 40 3 90 39 55
    E-Mail: kontakt [at] hamburg.adfc.de

     

    Erreichbarkeit
    Die Geschäftsstelle ist an Werktagen grundsätzlich telefonisch erreichbar. Anrufe können jedoch nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

    weiterlesen

  • Gibt der ADFC Hamburg einen Newsletter heraus?

    Der kostenlose Newsletter des ADFC Hamburg informiert ein bis drei Mal im Monat über Neuigkeiten zum Radfahren in Hamburg und über die Arbeit des ADFC.

    Hier geht's zur Anmeldung
    Du kannst dich jederzeit über einen Link im Newsletter wieder davon abmelden.

  • Wo kläre ich meine Fragen zur Mitgliedschaft?

    Für Änderungen zur Mitgliedschaft stellen wir verschiedene Formulare bereit, mit denen du z.B. eine neue Anschrift ganz einfach mitteilen kannst. Du benötigest lediglich deine Mitgliedsnummer.

    Mitglied werden kannst du hier.

    Bei Fragen zur Mitgliedschaft hilft dir unser zentraler Mitgliederservice in Bremen gerne weiter: +49 421 34 62 923.

    Eine Übersicht zu unseren Mitgliedervorteilen findest du hier.

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

    weiterlesen

Ich möchte dabei sein!

Bleiben Sie in Kontakt